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Aktionstag

Freier Eintritt in die Geschichte

Der Museumstag will auf die Vielfalt von Museen aufmerksam machen. Viele Regensburger nutzten die Gelegenheit.
Von Anna-Leandra Fischer

Die Bettelordenskirche war Teil der Führung von Gitti Ernsberger. Foto: Fischer
Die Bettelordenskirche war Teil der Führung von Gitti Ernsberger. Foto: Fischer

Innenstadt.Regensburg Strahlend blauer Himmel, nur ein paar Wolken und 23 Grad im Schatten: Das ist eigentlich kein Museumswetter. Trotzdem haben den Internationalen Museumstag am Sonntag viele Besucher in Regensburg genutzt und sich die städtischen Sammlungen angeschaut.

Das Historische Museum und die Städtische Galerie im Leeren Beutel waren zu den regulären Eintrittszeiten von 10 bis 16 Uhr und das document Keplerhaus von 10.30 bis 16 Uhr geöffnet – und das bei freiem Eintritt. Auch die regulären Sonntags-Führungen durch die documents, Schnupftabakfabrik und Keplerhaus, jeweils um 14.30 Uhr, waren kostenlos. Normalerweise kostet die Teilnahme an den Führungen sowie der Eintritt in die Museen fünf Euro (ermäßigt 2,50 Euro). „Ich bin überrascht und hätte mit weniger Besuchern gerechnet“, sagt Julia Knoll, Mitarbeiterin im Historischen Museum. An diesem Sonntag sei noch einmal mehr los, obwohl es an jedem ersten Sonntag im Monat freien Eintritt gibt. Im Foyer des Museums war es um kurz vor elf Uhr sogar richtig voll. Denn zur vollen Stunde starteten zwei Führungen. Eine über Regensburg im Mittelalter und eine durch die Ausstellung „Mittelalterliche Metropole der Juden“. Der Rundgang mit Informationen rund um das Mittelalter in Regensburg findet jeden Sonntag statt. Dort erzählt Gitti Ernsberger, die auch durch die Stadt führt und unterrichtet, über die direkt an das Museum angrenzende Bettelordenskirche St. Blasius. Sie erklärt nicht nur ihre Entstehung, sondern auch, warum sie keinen Kirchturm und stattdessen nur ein Dachtürmchen hat: Nämlich, weil dieser als baulicher Luxus angesehen und deswegen nicht erwünscht war

Rabbiner Efraim Yehoud-Desel erklärte hebräische Schriftzeichen. Foto: Fischer
Rabbiner Efraim Yehoud-Desel erklärte hebräische Schriftzeichen. Foto: Fischer

Außerdem hatte das Museum an diesem Sonntag zwei Kurse zur Einführung in das Hebräische im Angebot. Dort erklärte Rabbiner Efraim Yehoud-Desel hebräische Schriftzeichen, wie man sie schreibt und welche Bedeutung sie haben. Am Ende konnten die Teilnehmer – ungefähr 15 pro Workshop – ein selbstgeschriebenes Plakat mit dem Wort „Schalom“ („Frieden“) mit nach Hause nehmen.

In der Städtischen Galerie im Leeren Beutel war unter anderem die Sonderausstellung „Vögel und Schatten“ des Künstlers Jan Dörre zu sehen. Dort gab es auch ein besonderes Angebot: Unter dem Motto „All you can read“ wurden Restexemplare aus Ausstellungskatalogen zu günstigen Preisen verkauft. So konnten die Besucher Regensburger Geschichte auch mit nach Hause nehmen. Durch das große Angebot an Aktionen haben die Regensburger Teilnehmer das diesjährige Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“ in jedem Fall versucht umzusetzen.

Weitere Nachrichten und Berichte aus Regensburg lesen Sie hier.

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Tag der Museen

  • Aktion:

    Der Internationale Museumstag wird jährlich vom ICOM (Internationalen Museumsrat) ausgerufen. Dieses Jahr findet er bereits zum 42. Mal statt.
    Auf die thematische Vielfalt der mehr als 6500 Museen in Deutschland und aller Museen weltweit aufmerksam machen. Der Tag findet immer am zweiten oder dritten Sonntag im Mai statt.

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