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Freudenstein legt Bundestagsmandat ab

Bei Wolfgang Schäuble reichte die neue zweite Bürgermeisterin ihren Rücktritt ein. Der Abschied war emotional für sie.
Von Andreas Maciejewski

Dr. Astrid Freudenstein gehört nicht mehr dem Deutschen Bundestag an. Foto: altrofoto.de
Dr. Astrid Freudenstein gehört nicht mehr dem Deutschen Bundestag an. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Dr. Astrid Freudenstein ist nicht mehr Bundestagsabgeordnete der CSU. Sie legte am Freitag ihr Mandat nieder, wie sie auf Nachfrage der Mittelbayerischen bestätigte. Freudenstein war am Donnerstag mit 27 von 43 gültigen Stimmen zur zweiten Bürgermeisterin Regensburgs gewählt worden. Laut Abgeordnetengesetz ist das Amt eines hauptamtlichen Bürgermeisters unvereinbar mit dem Mandat als Abgeordneter des Deutschen Bundestages.

Auf Facebook postete die CSU-Politikerin ein Bild, wie sie die Niederlegung ihres Bundestagsmandats unterschreibt. Daneben sitzt der Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Wolfgang Schäuble. Auf dem Tisch liegt auch eine Packung Taschentücher. „Die Tempos, die da auf dem Tisch liegen, habe ich glatt gebraucht“, schreibt Freudenstein dazu.

Das sagte Wolfgang Schäuble

Der Mittelbayerischen erzählte Freudenstein noch, dass sie mit Schäuble ein „sehr schönes Gespräch“ geführt habe. Die Niederlegung ihres Mandats sei ein „mutiger Schritt“, habe er zu ihr gesagt.

Freudenstein zeigte sich überrascht, dass der Bundestagspräsident gut über die politischen Vorgänge in Regensburg informiert sei – von der Korruptionsaffäre bis hin zum engen Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters, das Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) für sich entschied. „Das wusste er alles“, sagt Freudenstein.

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Schwer sei es ihr auch gefallen, von ihren Mitarbeitern in Berlin Abschied zu nehmen. Die 46-Jährige habe dann ihr Büro ausgeräumt. Ihr Nachrücker – der CSU-Politiker Tobias Zech aus Oberbayern – sei bereits vor Ort gewesen.

Astrid Freudenstein: Rückzug aus Berlin

Freudenstein rückte im Juli 2019 ebenfalls für die CSU in den Bundestag nach. Dort gehörte sie dem Ausschuss für Arbeit und Soziales als ordentliches Mitglied an. In den Ausschüssen für Tourismus und für Gesundheit war die 46-Jährige stellvertretendes Mitglied. Zuvor saß Freudenstein schon von 2013 bis 2017 im Bundestag.

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