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Umweltschutz

Für ein klimafreundliches Regensburg

Transition veranstaltet einen Workshop zur Klima- und Ressourcenschonung im Alltag. Der Aufruf richtet sich an alle Bürger.
von Laura Knupper

Ideen wie das Urban-Gardening-Projekt in Stadtamhof sind gefragt beim Workshop der Initiative Transition. Foto: Klein
Ideen wie das Urban-Gardening-Projekt in Stadtamhof sind gefragt beim Workshop der Initiative Transition. Foto: Klein

Regensburg.„Man muss nicht immer 100 Prozent geben. Wenn mehrere Personen ein wenig für den Umweltschutz tun, würde mehr erreicht, als wenn eine Person alles alleine macht.“ Da ist sich Michelle Platt sicher. Sie ist Vorstandsmitglied der ehrenamtlichen Organisation Transition. Für sie gibt es immer viele Möglichkeiten, den eigenen Alltag positiv in Hinblick auf Umweltschutz zu verändern.

Der Verein hat in Regensburg momentan ungefähr 160 Mitglieder, aber mehr als 300 Leute helfen bei den verschiedenen Veranstaltungen der Organisation mit, um das Bewusstsein für Klimaschutz zu vergrößern.

Von der Idee bis zum Start-Up

Vom 2. bis zum 4. Mai organisieren sie deswegen einen Start-Up-Workshop zum Thema „Klima- und Ressourcenschonung im Alltag: Wohnen, Ernährung, Konsum“. Alle Regensburger Bürger, die etwas für Umweltschutz machen wollen, sind eingeladen. Im Workshop sollen die Teilnehmer Ideen für ein klimafreundliches Regensburg finden.

Die Stadt sei in Sachen Klimaschutz bereits gut aufgestellt. Es gibt unter anderem Öko-Strom, E-Car-Sharing und einen plastikfreien Supermarkt. Deswegen glaubt Michelle Platt, dass solche Veranstaltungen großen Anklang in Regensburg finden werden: „Wir bekommen immer viele Anfragen für verschiedene Aktionen, und das zeigt wohl, dass es viel Potenzial in der Stadt gibt, das noch nicht ausgeschöpft ist.“

Der plastikfreie Supermarkt in der Oberen Bachgasse Foto: altrofoto.de
Der plastikfreie Supermarkt in der Oberen Bachgasse Foto: altrofoto.de

Die Veranstaltung beginnt mit einem kreativen Ideenworkshop. Hier geht es zunächst einmal um die generelle Vorgehensweise bei der Konzepterstellung und Planung eines Start-Ups. Denn das Ziel und bestmögliche Ergebnis des Events wäre die Gründung eines eigenen Unternehmens, das sich für den Klimaschutz einsetzt.

Die Teilnehmer müssen aber nicht mit einer fertigen Idee zum Workshop kommen, sondern sie können hier lernen, wie so etwas am besten geplant wird. „Es gibt viele supereinfache Ideen, es muss nur einmal einer drauf kommen. Vieles ist relativ leicht umzusetzen“, sagt Veranstalterin Michelle Platt. Durch den Workshop erhofft sie sich vor allem, mehr Leute für das Thema Klimaschutz zu begeistern. „Es sollen vor allem neue Bürger angesprochen werden, die nicht bei Transition sind und etwas für Regensburg tun wollen“, erklärt Michelle Platt den Hintergedanken der Veranstaltung.

„Einfach Mitmachen ist hier das Wichtigste.“

Michelle Platt, Vorstandsmitglied der Organisation Transition

Zum Schluss des ersten Tages stellen die Teilnehmer den anderen ihre Konzeptentwürfe, die es bis dahin gibt, vor. Das können entweder nur Ideen sein oder aber schon fertige Produkte und Unternehmenspläne.

Dann werden Arbeitsgruppen gebildet, in denen sich die Teilnehmer austauschen. Die besten Ideen können so weiter ausreifen. Wenn jemand keine Idee hatte, oder eine andere besser fand, ist es immer möglich, zu einer anderen Gruppe zu wechseln und diese zu unterstützen. „Einfach Mitmachen ist hier das Wichtigste“, sagt Michelle Platt. Unterstützung bekommen die Teilnehmer durch Experten und Mentoren, die sagen können, in wieweit die Ideen und deren Umsetzung sinnvoll sind. Die Vertreter der Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtverwaltung sowie die Mentoren der Universität Regensburg und von Firmen, die Produkte herstellen, die den Klimaschutz aktiv unterstützen, bilden außerdem die Jury, die am Ende des Workshops die besten Ideen kürt.

Einfallsreichtum lohnt sich

Transition will vor allem eine Hilfestellung geben. Die Organisation will die besten Ideen nach dem Workshop weiterbegleiten und betreuen bis hin zu einer eventuellen Start-Up-Gründung. Dazu dürfen die Teams die Räumlichkeiten von Transition nutzen. Michelle Platt hat den Umsonstladen von Transition, heute „TeilBar“, mitgegründet. „Wenn man so was organisiert, ist man emotional mitten drin“, erzählt sie und sagt, dass sie eine solche Idee gerne wieder fördern will.

Sie kam 2012 zu dem Verein Transition über die „Küche für alle“, einer Aktion, bei der Leute mit „geretteten“ Lebensmitteln gemeinsam gekocht haben. Mittlerweile ist sie im Vorstand des Vereins. Sie hat mitgemacht, weil sie sich „schon immer für Klimaschutz und vor allem Ressourcenschonung interessierte“. Die Projekte der Organisation liegen ihr deswegen am Herzen.

Interessierte können sich für den Transition-Workshop im Mai über die Homepage von Transition oder unter www.eveeno.com/klimaschutz-startup anmelden.

Die Organisation

  • Ziele:

    Transition setzt sich für ein umweltfreundliches Regensburg ein. Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Klimaschutz sind die Ziele. Dafür bekam die Organisation 2014 den Umweltpreis der Stadt Regensburg.

  • Aktionen:

    In Teams engagieren sich die ehrenamtlichen Helfer für die Projekte wie die TeilBar, das Food Coop und den „Garten für alle“ in Stadtamhof.

Projekt

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