MyMz
Anzeige

Soziales

Für Fiffi und Minki war Bescherung

Die Soziale Futterstelle in Regensburg feierte mit ihren bedürftigen Kunden Weihnachten. Für deren Vierbeiner gab es ein üppiges Präsent.
Von Daniel Steffen, MZ

  • Na sieh mal einer an, was da alles gekommen ist: Gudrun Wilke und Marion Senft (links) vom Vorstand der Futterstelle freuen sich über die Gaben vom Nikolaus, der sich mit dem Krampus auf den Weg zur Sozialen Futterstelle gemacht hatte. Fotos: Steffen
  • Zwei, die sich blind verstehen.
  • Auch Bürgermeister Wolbergs kam.
  • Es gab Kaffee, Kuchen und Gebäck.

REGENSBURG.Frauchen und Herrchen müssen noch eine Woche warten – Fiffi und Minki hatten jetzt schon Bescherung: In der Sozialen Futterstelle in der Drehergasse in Regensburg herrschte am Samstag weihnachtlicher Trubel. Im Rahmen einer gemütlichen Feier, die bei selbst gebackenem Kuchen, Gebäck, Kaffee und Punsch begangen wurde, konnten sozial bedürftige Hunde- und Katzenhalter miteinander ratschen und – so ganz nebenbei – dem geliebten Vierbeiner hübsche Geschenke mit nach Hause bringen: Von Kauknochen über Spielangeln bis hin zu Bällen, mit denen die tierischen Lieblinge umhertollen können, gab es für Tiere allerhand Gaben. Die Mitarbeiterinnen der Futterstelle hatten sie hübsch in Weihnachtstüten verpackt.

Von braven vierbeinigen Hunden

Die tierische Geschenk-Aktion hatte ferner einen persönlichen Charakter: Für den aktiven Hund lag oft ein Wurfspielzeug in der Tüte, für den „gmiatlichen“ Vierbeiner-Kollegen ein Kuscheltier. Und zur Krönung aller menschlichen und tierischen Freude schaute der Nikolaus mit seinem Krampus vorbei: Die CSU-Stadtratskandidaten Manfred Hetznegger und Jürgen Eberwein hatten sich für ihren Auftritt entsprechend in Schale geworfen und einen dicken Sack voll Gaben mitgebracht. Der Nikolaus versicherte, dass auch alle Hunde brav gewesen seien – „zumindest die vierbeinigen“, wie Hetznegger sagte.

In den Kreis der feiernden Gäste gesellten sich auch Bürgermeister Joachim Wolbergs, mehrere Spender und Unterstützer des Vereins sowie Tierärztin Dr. Anette Gürtler, die sich in regelmäßigen Abständen um das Wohlbefinden der Vierbeiner kümmert. Wie sie der MZ verriet, gehe es den Tieren der sozial bedürftigen Halter gut. Das führt sie auch darauf zurück, dass die Halter in der Futterstelle dazu angehalten werden, die Vierbeiner regelmäßig vorzuzeigen, damit sich die Mitarbeiter ein Bild über den Zustand der Tiere machen können.

Wie Vereinsvorsitzende Gudrun Wilke erklärte, mache sich das soziale Gefälle in der Futterstelle sehr bemerkbar: Oft seien es ältere Menschen und Frührentner, die den Weg in die Drehergasse finden. Bei ihnen sei die Kasse deshalb knapp, weil sie mit Renten von 700 bis 800 Euro monatlich auskommen – und davon noch die Miete bezahlen müssen. Dass sich anhand steigender Lebenshaltungskosten immer mehr Menschen die Versorgung ihrer Haustiere nicht mehr leisten können, ist die traurige Folge.

Bedürftigkeit ist Voraussetzung

Um unüberlegtem Handeln entgegenzuwirken, unterstützt die Futterstelle nur solche Halter, die sich in ihrer Bedürftigkeit keine weiteren Tiere mehr anschaffen. Vor Ort müsse die Bedürftigkeit nachgewiesen werden.

Die Hauptarbeit der Futterstelle besteht darin, die Haustiere der Kunden mit Nahrung, diätischem Futter und Medikamenten zu versorgen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass aus finanziellen Nöten heraus Tiere ins Tierheim gebracht oder ausgesetzt werden. Der Verein hatte sich am 8. November 2012 gegründet, am 24. Februar 2013 wurde in den frisch bezogenen Räumen die Eröffnung gefeiert.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht