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Inthronisation

Gardemädchen erklimmt Lusticania-Thron

Nach zehn Jahren als Tänzerin kam die Belohnung: Stefanie II. regiert nun Regensburg an der Seite von Prinz Hans II.
Von Daniel Steffen

Stefanie II. (Stefanie Kumpfmüller) und Hans II. (Hans Wittek) begeisterten beim Prinzenpaarwalzer. Foto: Steffen
Stefanie II. (Stefanie Kumpfmüller) und Hans II. (Hans Wittek) begeisterten beim Prinzenpaarwalzer. Foto: Steffen

Regensburg.Die anfängliche Nervosität ging schnell vorüber – und nach den ersten drei Worten war Kinderprinz Ben I. (Ben Roscher) „in seinem Element“. Bei seiner Antrittsrede als neuer Junior-Regent der Faschingsgesellschaft Lusticania machte der 13-Jährige eine gute Figur und überzeugte auch beim anschließenden Kinderprinzenwalzer das Publikum im Kolpinghaus.

An seiner Seite hatte er Kinderprinzessin Sonja I. (Sonja Endter), die bei der Lusticania schon seit sechs Jahren in der Garde tanzt und ihm gewiss etwas das Lampenfieber nehmen konnte. „Es ging alles sehr schnell, aber ich habe den Auftritt sehr genossen“, erzählte Sonja I.

Sonja I. (Sonja Endter) und Ben I. (Ben Roscher) sind das neue Kinderprinzenpaar der Faschingsgesellschaft.
Sonja I. (Sonja Endter) und Ben I. (Ben Roscher) sind das neue Kinderprinzenpaar der Faschingsgesellschaft.

Mit viel Pep in die neue Session

Die Zuschauer des Inthronisationsballs waren bereits gespannt, wie sich das erwachsene Prinzenpaar bei seinem ersten großen Auftritt schlagen würde. Gut eine Stunde später sollten sie es erfahren und waren ein zweites Mal begeistert. Auch deshalb, weil Prinzessin Stefanie II. (Stefanie Kumpfmüller) ihre Inthronisation mit Pep anging. „Im zehnten Jahr bei der Lusticania wurde es auch mal Zeit, dass ich das Sagen habe im Prinzessinenkleid“, ließ die 19-Jährige das Publikum wissen. Schließlich könne es das Prinzenpaar kaum erwarten, die „Faschingssaison in unseren Ämtern zu starten“.

Inthronisation bei der Lusticania

Gemeinsam mit ihrem Prinzen Hans II. (Hans Wittek) hat sie sich eine „unvergessliche Zeit“ bei und mit der Lusticania vorgenommen. Und auch ein Zitat von Vorbild Adolph Kolping fand seinen Platz. „Die Zeit an sich betrachtet ist völlig wertlos. Sie erhält den Wert für uns erst durch unsere Tätigkeit in ihr“, sagte die Prinzessin, um dann beim Prinzenwalzer selbst dafür zu sorgen, die Zeit mit schönen Momenten zu füllen.

Sternstunde für Margit Haucke

Schöne Momente gab es beim Inthronisationsball auch für Margit Haucke, die Schatzmeisterin der Faschingsgesellschaft Lusticania. Arthur Troidl, Präsident des Landesverbandes Ostbayern im Bund Deutscher Karneval, zeichnete Haucke mit dem Steckkreuz, der höchsten Auszeichnung des LVO, aus. Er bezeichnete sie als „Seele des Vereins“, die die Lusticania mit aller Kraft unterstütze.

LVO-Präsident Arthur Troidl ehrte die Schatzmeisterin der Lusticania, Margit Haucke, mit dem Steckkreuz.
LVO-Präsident Arthur Troidl ehrte die Schatzmeisterin der Lusticania, Margit Haucke, mit dem Steckkreuz.

Frohe Kunde brachte Troidl auch aus eigenen Reihen mit. So habe der LVO vor, die eigene, frisch gegründete Garde in künftige Faschingsveranstaltungen einzubinden. Lobend erwähnte er in diesem Zusammenhang, dass beim 55-jährigen Bestehen des LVO, das kürzlich im Kolpinghaus gefeiert wurde, auch zwei Gardemädchen der Lusticania mittanzten. 40 Mädchen und zwei Tänzer wirkten damals bei dem Auftritt mit.

Soziales Engagement

  • Klingelnde Narrenkappen:

    Nachdem das Lusticania-Lied ertönte, sammelte die Faschingsgesellschaft für einen guten Zweck. Um das Geld zu sammeln, gingen die Vereins-Mitglieder mit ihren Narrenkappen durch die Reihen der Zuschauer.

  • Offener Tisch:

    Begünstigt wird in dieser Session der „Offene Tisch“ für Bedürftige, der von Stadtdekan Roman Gerl initiiert wurde. Dieser findet derzeit elfmal im Jahr statt und bietet Bedürftigen ein kostenloses Mittagessen in Gemeinschaft. Das Angebot hat sich auch auf soziale Aktivitäten wie Schifffahrten, Ausflüge in den Tierpark oder Stadionbesuche ausgedehnt. Ziel ist laut Gerl, die „Menschen vom Rand der Gesellschaft in die Mitte zu holen“. Beim Offenen Tisch kooperieren unter anderem die KAB St. Emmeram, der Caritasverband, die Sozialen Initiativen und der Strohhalm.

Am Samstagabend zeigten die Garden der Lusticania ihr Können – und auch die Bambinis, die jüngsten Tänzer aus den Reihen des Vereins, sorgten für Begeisterung: Als Piraten verkleidet, eroberten sie am noch jungen Abend die Herzen der Zuschauer. Später Höhepunkt war die Mitternachtsshow der Lusticania, die ganz dem Sessions-Motto „Dschungelfieber“ untergeordnet war. Die Show, bei denen die Akteure als Dschungeltiere verkleidet waren, hatte der neue Tanztrainer Korbinian Niebler einstudiert. Sie wird beim großen Lusticania-Staatsball am 18. Januar im Kolpinghaus fortgesetzt.

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