MyMz
Anzeige

Aktion

Geisterrad erinnert an tödlichen Unfall

In der Furtmayrstraße in Regensburg verunglückte im März 2019 eine Fahrradfahrerin. Der ADFC stellte nun ein Mahnmal auf.
von Sarah Sophie Ruppert

Bis 10. Mai steht das Ghost Bike als Erinnerungsmal. Foto: Sarah Sophie Ruppert
Bis 10. Mai steht das Ghost Bike als Erinnerungsmal. Foto: Sarah Sophie Ruppert

Regensburg.Im März wurde eine 53-jährige Radfahrerin von einem nach rechts abbiegenden Lastkraftwagen an der Ecke Hermann-Geib-Straße und Furtmayrstraße tödlich verletzt. Nicht die erste Kollision dieser Art in Regensburg, die so verheerend endete. Bereits im November erlag ein 37 Jahre alter Mann an der Kreuzung am Donau-Einkaufszentrum seinen Verletzungen. Erneut möchte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Regensburg Bürger, Kraftwagenfahrer sowie Stadtpolitik aufrütteln und stellt am Ort des Geschehens ein sogenanntes Ghost Bike auf.

ADFC-Vorstandsmitglied Regine Wörle richtet ihren Appell konkret an die Stadt Regensburg. Sie fordert eine sofortige Trennung der Grünschaltung für Rechtsabbieger und Verkehrsteilnehmer, welche geradeaus weiterfahren. Für Wörle die ideale Lösung, um konkret solchen Unfällen vorzubeugen. „An manchen Kreuzungen in Regensburg wird diese Praktik bereits durchgeführt, leider nicht an allen. Es ist schleppend“, erzählt Wörle ernüchternd. Bis dahin seien Verkehrsspiegel eine gute Alternative. Dafür spricht sich auch Stadtratsmitglied Christian Janele aus. Ein Antrag liege der Stadtverwaltung bereits vor. Janele ist von den Konvexspiegeln überzeugt, weil der tote Winkel dadurch sichtbar gemacht wird: „Man sieht zu jeder Zeit, wenn sich jemand von hinten rechts nähert.“

Verkehr

Mehr Kontrollen statt Geisterräder

Der ADFC musste das weiße Fahrrad von der DEZ-Kreuzung entfernen. Stadt und Polizei planen andere Aktionen.

Viele Bürger sind der Einladung des ADFC nachgegangen und haben sich zur Postierung des weißen Rades an der stark befahrenen Kreuzung eingefunden. Auch die Angehörigen der Verunglückten, teilweise eigens aus Italien angereist, kamen, um der Verstorbenen zu gedenken. Es wurden Blumen abgelegt und eine Kerze entzündet, damit dieses Unglück, aber vielmehr die Person dahinter, nicht in Vergessenheit geraten. Regine Wörle gehen die Worte nicht leicht von den Lippen: „Es ist eine Erinnerung an die Frau und an alle, die im Verkehr verletzt oder getötet wurden.“

Mehr Nachrichten aus Regensburg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht