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Artisten

Geniale Premiere unter der Zirkuskuppel

Der 4. Regensburger Weihnachtscircus sprengt alle Erwartungen. Der dreifache Salto war ein Höhepunkt.
Von Angelika Lukesch

Beim Duo Solys ist die Frau der starke Mann. Foto: Tino Lex
Beim Duo Solys ist die Frau der starke Mann. Foto: Tino Lex

Regensburg.Die Luft im Zirkuszelt vibriert. Die Menschen blicken gebannt auf die Manege. Im Zirkusrund macht sich das Trio Boytsov daran, eine extrem schwierige Nummer mit dem russischen Barren zu zeigen. Zwei Männer halten den biegsamen Barren auf den Schultern, auf dem die Frau steht, die sich mit der Flexibilität des Barrens in die Luft schleudern lässt und dort allerlei gewagte Drehungen und Wendungen zeigt. Nun hat sich eine kleines Ritardando im schnellen Rhythmus der Nummer eingeschlichen. Springer Igor konzentriert sich. Die beiden Männer mit dem Barren auf den Schultern schleudern ihn in die Luft. Mehrfach nimmt der Artist noch Bewegungsenergie auf, ehe er in einem kapitalen Sprung einen dreifachen Salto zeigt und sicher landet. Das Publikum tobt!

Gewagte Sprünge mit dem Kopf

Die Kung Fu Boys zeigten spektakuläre Kunststücke. Foto: Tino Lex
Die Kung Fu Boys zeigten spektakuläre Kunststücke. Foto: Tino Lex

Auch die Kung Fu Boys aus China bringen das Publikum dazu, den Atem anzuhalten. Sie präsentieren die seltene Kunst des Kopfspringens. Was sich so harmlos anhört, ist ungleich gefährlich. Ein Mann steht Kopf auf dem Kopf eines anderen Mannes und, man glaubt es kaum, er springt von dem einen Kopf auf den Kopf des nächsten Mannes und bleibt dabei im Kopfstand. Ein Raunen der Anerkennung geht durch die Menge. Als einer der Akrobaten schließlich zeigt, wie er auf dem Kopf stehend treppauf „steigen“ kann und dabei in zweieinhalb Metern Höhe von einer tellergroßen Stütze, auf der er mit dem Kopf steht, zur nächsthöheren und so weiter... hüpft, kennt das Publikum kein Halten mehr: es wird geklatscht, gepfiffen, gejohlt!

Mehr Bilder von der Premiere sehen Sie hier:

Manege frei im Regensburger Weihnachtscircus

Für das Publikum des Weihnachtscircus geht es in dieser spektakulären Vorstellung von Höhepunkt zu Höhepunkt. Individuell ist dabei die Art, wie sich die Akrobaten präsentieren. Jeder trägt ein besonderes Kostüm, Giorgio, der Teufelskerl mit den rasend schnellen Diabolos, kommt als Punker, das wunderschöne Duo Idols erscheint in indischen Gewändern und zeigt eine Darbietung an den Strapaten, bei der den zarteren Gemütern das Herz kurz stehen bleibt.

An den Strapaten verzauberte das Duo Idols mit extremen Tricks. Foto: Tino Lex
An den Strapaten verzauberte das Duo Idols mit extremen Tricks. Foto: Tino Lex

Der Regisseur des Zirkus, Rodrigue Funke, führt das Publikum elegant durch die Vorstellung. Eigentlich hätte er mit seinen beiden Hunden auftreten wollen, aber: „Mein kleiner Hund hat sich bei der Generalprobe vor dem Staubsauger und den vielen Geräuschen erschreckt und fühlt sich gerade in der Manege nicht wohl. Dann muss er auch nicht auftreten, den meine Hunde sollen Spaß haben, wenn sie in der Manege sind“, sagt Funke und das Publikum respektiert seine große Rücksicht auf zarte Hundeseelen.

Stadtrat in der Manege

Sängerin Nina Borovskaya erstaunte durch ihre Stimmgewalt. Foto: Tino Lex
Sängerin Nina Borovskaya erstaunte durch ihre Stimmgewalt. Foto: Tino Lex

Immer wieder taucht während der Vorstellung der sanfte Clown Momo auf. Mit seinen großen Augen, der schüchtern-linkischen Art und der verschämten Pfiffigkeit, bringt er das Publikum zum Lachen. Auch Steve Rawlings ist ein Komiker und ein begnadeter Jongleur, jedoch einer, der viel lustiges Getöse um seine Tricks macht. Stadtrat Christian Schlegl „durfte“ bei seiner Nummer mitmachen und zeigte sich den „Anforderungen“ durchaus gewachsen.

Zirkus

Profitraining für Hunde und Jongleure

Der Weihnachtscircus lädt zu zwei Workshops ein. Rodrigue Funke trainiert mit Hunden. Profi-Jongleure zeigen ihre Tricks.

Die gesamte Zirkusvorstellung mit all den weiteren Akrobaten, wie dem Jongleur David Sosman, der unglaublichen Hand-to-hand-Nummer Duo Solys, der gelenkig kraftvollen Alyona Pavlova, Fedor Grosu mit Svetlana, die auf seinem Kopf Spitzentanz übt, die verwirrend-zauberhafte Hula-Hoop Künstlerin Michele Clark, die Company Sons mit dem Schleuderbrett, Vera Kopecka als Tausendfüßlerin, das charmante Ballett wie auch Sängerin Nina Borovskaya reihten sich aneinander wie gleichwertige Perlen an einer langen Schnur von hochkarätiger circensischer Tradition. Die Begeisterung des Publikums und der jubelnde Applaus waren mehr als berechtigt.

Schon vorab zeigte uns Clown Momo einen Zaubertrick:

Monsieur Momo zeigt einen Zaubertrick. Video: Angelika Lukesch

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