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Glaube

Glaubensfeuer lässt Gott neu entdecken

Seit zehn Jahren veranstaltet die „Jugend 2000“ die Nacht der offenen Kirchen, die sich seit einem Jahr „Nightfever“ nennt. Zum Jubiläum zog es viele Gläubige in den Dom.
Von Angelika Lukesch, MZ

  • Beim Jugendgottesdienst mit Weihbischof Reinhard Pappenberger war der Dom mit jungen, engagierten Christen gefüllt. Fotos: Lukesch
  • Beim „Lobpreis-Konzert“ steckten die Band und die Tänzerinnen ihr Publikum auf dem Domplatz mit ihrer Begeisterung an.
  • „Kommt und seht“: Die jungen Gläubigen ließen sich anstecken.

Regensburg. „Brauchst du einen kühlen Kopf oder willst du mal wieder richtig brennen?“ lautete die provokante Frage, die die „Jugend 2000“ anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von Nightfever/Nacht der offenen Kirche den Besuchern, den Neugierigen und den Gläubigen stellte. „Beim Nightfever geht es heiß her. Ein Specialevent auf dem Domplatz und im Dom sorgt für neues Glaubensfeuer“, so stand es auf der Einladung.

Es geht der „Jugend 2000“ beim Nightfever um das Glaubensfeuer, das sie in den jungen Leuten entzünden wollen. Bereits am Nachmittag begann das Sommer-Nightfever auf dem Platz vor dem Dom. Die Band der „Jugend 2000“ ließ die Instrumente erklingen und ihre Stimmen erschallen. Von geistlichen Popsongs bis hin zu Gospels sowie „Go down, Moses“ intonierten die jungen Gläubigen ein mitreißendes Lied nach dem anderen.

Im Vordergrund standen vier junge Mädchen, die quasi als Vortänzerinnen den Zuschauern zeigten, wie man zu den einzelnen Liedern tanzen könnte. Es herrschte bei diesem „Lobpreis-Konzert“ eine angeregte und heitere Atmosphäre auf dem Platz, an dem sich neben den vielen bummelnden und einkaufenden Regensburgern auch die Touristenströme brechen. Viele blieben stehen und hörten interessiert zu, manche stellten die Einkaufstüten ab und tanzten und sangen mit. „Ich finde das richtig gut, dass sich hier in Regensburg die jungen Leute nicht schämen, Christ zu sein“, sagte Erna Wittmann, die mit einer Reisegruppe aus Schleswig-Holstein die Domstadt besuchte.

Auch Dominik aus Schierling stimmte in die Gesänge mit ein. Auf die Frage der MZ, was ihm dieses Nightfever, dieses gemeinsame Beten mit anderen eigentlich bringe, antwortete er ganz lapidar: „Das macht mir einfach ein gutes Gefühl. Deswegen war ich auch schon öfter in St. Johann bei der Nacht der offenen Kirche.“

Als es Abend wurde, trafen sich die jungen Gläubigen und auch viele Erwachsene im Dom zum Jugendgottesdienst mit Weihbischof Reinhard Pappenberger. Auch hier musizierten die jungen Erwachsenen selbst. Für Pappenberger ist das Nightfever eine wichtige Sache im Bistum Regensburg. In seiner Predigt betonte er, dass er froh und dankbar sei, dass die Jugend den Glauben neu entdecke. „Die Alten werden oft trotzig, doch die Jungen können es besser machen, es neu angehen, Gott neu entdecken,“ sagte Pappenberger. Man dürfe sich nicht an Gott gewöhnen, sondern müsse erkennen, dass Gott nicht den Menschen gehöre, sondern dass die Menschen dem Herrn gehörten. „Bei Gott darf der Mensch sich geborgen fühlen“ sagte der Weihbischof. Nach der Messe folgten Stunden der stillen Anbetung und der meditativen Musik.

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