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Advent

Gloria rockt den Weihnachtsmarkt

Eröffnung auf Schloss St. Emmeram: Die Hausherrin und die Regensburger Kultband „Sacco und Mancetti“ begeistern mit Weihnachtsliedern.
Von Heike Haala, MZ

  • Durchlaucht belieben zu rocken: Fürstin Gloria von Thurn und Taxis während ihres Auftritts Foto: altrofoto.de
  • Fanfarenstöße schallen durch den Hof von Schloss St. Emmeram. Foto: altrofoto.de
  • Pfarrer Roman Gerl erteilt den Segen. Foto: altrofoto.de
  • Das Christkind Anna Lena Wagner Foto: altrofoto.de

Regensburg.In der vierten Zeile der ersten Strophe von „Ihr Kinderlein, kommet“ legte Fürstin Gloria von Thurn und Taxis so richtig los. Bei der Eröffnung des Romantischen Weihnachtsmarkts auf Schloss St. Emmeram am Donnerstagabend zeigte die die Hausherrin, dass eine echte Rockröhre in ihr steckt. Zuvor hatte sie die Kinder im Schlosshof vom Prunkbalkon aus noch ganz nach vorne gebeten, um mit ihnen ein paar Weihnachtslieder zu singen.

Spätestens aber als die Regensburger Kultband „Sacco und Mancetti“ auf der Bühne erschien, war allen klar, dass die Fürstin etwas ganz Besonderes vorhat. Reinhold Keck holte satten Sound aus seinen Drums und auch die Gitarristen fegten über die Saiten. Die Fürstin – mit einer rosa-schwarz-weißen Schiebemütze aus Pelz auf dem Kopf – stimmte das erste Lied an.

Das Publikum forderte eine Zugabe

Als sie es beendet hatte, brandete sofort Applaus im Publikum auf. Begeistert pfiffen einige Gäste durch die Finger, andere forderten lautstark eine Zugabe. Die Fürstin aber mahnte zur Contenance: „Hier soll doch Besinnlichkeit aufkommen“, sagt sie. Ihrer Vermutung, dass sie wohl etwas zu laut gewesen sei, folgten Widerworte der Besucher auf dem Fuß: „Nein“, riefen sie im Schlosshof.

Gesetzter, aber nicht ohne Pfeffer, präsentierten Gloria und die Band anschließend die Lieder „Lasst und froh und munter sein“ und „Leise rieselt der Schnee“. Beim letzten Song intonierte Gitarrist Jockl Peithner sein Solo direkt neben der Fürstin. Als Pfarrer Roman Gerl auf die Bühne trat, um dem Markt den Segen zu spenden, kündigte er gleich an, dass sein Auftritt auf dem Balkon nicht so rockig ausfallen werde.

Anna Lena Wagner bezauberte

Noch vor der Fürstin aber hatte jemand anderes seinen großen Auftritt. Es war das fürstliche Christkind, das im wahren Leben Anna Lena Wagner heißt. Nachdem es aus Wolkendunst auf dem Balkon aufgetaucht war, erzählte es den Gästen mit glockenheller Stimme vom Advent, dem Romantischen Weihnachtsmarkt im Schloss und fragte sich auch, wo der Schnee nur wieder bleiben würde. Danach entschwand es in einer Aura aus glitzerndem Sternenstaub.

Auch ein Fanfarentrio, das abwechselnd aus allen Ecken des Schlosshofs „Tochter Zion“ erklingen ließ, sorgte während der Eröffnung des Weihnachtsmarkts mit seiner Musik für besinnliche Stimmung. Die Chorphilharmonie Regensburg gab etwa das Weihnachtslied „Adeste Fideles“ zum Besten.

Bereits seit den Nachmittagsstunden flanierten die Besucher durch den Schlosshof mit den Buden und durch den Park. In diesem Jahr ist der Markt eine ganze Ecke größer. Auch ein Teil des Schlossparks ist an vier Tagen in der Woche für die Besucher geöffnet. Mitten im Park, auf einem kleinen Hügel, steht ein Pavillon. Der Veranstalter des Weihnachtsmarkts und Geschäftsführer des Veranstaltungsservice Regensburg, Peter Kittel, hat darin etwas sehr Edles installieren lassen. Sascha Almahmoud verwöhnt die Besucher dort mit Champagner und Austern. Von dieser Anhöhe aus beobachteten auch Barbara Wilfurth, die Präsidentin des Bayerischen Radsportverbands, und ihre Schwiegertochter Dr. Silvia Wilfurth das bunte Treiben im erleuchteten Schlosshof, während sie mit einem prickelnden Gläschen auf den Abend anstießen.

Einen Bericht über den Empfang im Madonnensaal nach der Eröffnung des Romantischen Weihnachtsmarktes finden Sie in der morgigen Ausgabe der Mittelbayerischen Zeitung.

Der Romantische Weihnachtsmarkt ist eröffnet
Gloria rockt zur Markteröffnung

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