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Gedenktag

Google Doodle: Wer war May Ayim?

Das heutige Google Doodle zeigt die deutsche Dichterin und Aktivistin May Ayim. Eine Zeitlang lebte sie auch in Regensburg.
Von Louisa Knobloch

Am 27. Februar 2018 zeigt das Google Doodle May Ayim. Foto: Screenshot
Am 27. Februar 2018 zeigt das Google Doodle May Ayim. Foto: Screenshot

Regensburg.Mit einem Doodle erinnert Google Deutschland am 27. Februar 2018 an die deutsche Dichterin und Aktivistin May Ayim. Allerdings nicht wie es bei Google heißt zum 58. Geburtstag – Ayim war am 3. Mai 1960 in Hamburg geboren worden. Vielmehr wurde am 27. Februar vor acht Jahren das ehemalige Gröbenufer in ihrer Wahlheimat Berlin offiziell in May-Ayim-Ufer umbenannt. Das Doodle zeigt daher neben sieben schwarzen Frauen und einem großen aufgeschlagenen Buch auch den Berliner Fernsehturm.

Mit bürgerlichem Namen hieß Ayim eigentlich Sylvia Brigitte Gertrud Opitz. Sie war die Tochter eines Ghanaers und einer Deutschen, aufgewachsen ist sie bei einer Pflegefamilie in Münster. Ab dem Sommersemester 1980 studierte May Ayim an der Universität Regensburg Pädagogik und Grundschul-Lehramt. Ihre Diplomarbeit über die Geschichte Afrodeutscher von 1986 veröffentlichte sie im Buch „Farbe bekennen“. Darin schreibt sie über rassistische Bezeichnungen: „Ich wuchs mit dem Gefühl auf, das in ihnen steckte: beweisen zu müssen, dass ein ‚Mischling‘, ein ‚Neger‘, ein ‚Heimkind‘ ein vollwertiger Mensch ist.“ Ayim gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Initiative „Schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland“.

Am 9. August 1996 beging Ayim, die an psychotischen Schüben litt und an Multiple Sklerose erkrankt war, im Alter von 36 Jahren in Berlin Suizid.

Stellungnahme der Redaktion

  • Wann wir über Suizide berichten:

    Studien haben eine hohe Nachahmerquote nach Berichten über Suizide in den Medien festgestellt. Deshalb haben wir uns entschlossen, in diesen Fällen nur dann zu berichten, wenn hohes öffentliches Interesse besteht.

  • Holen Sie Hilfe!

    Wenn Sie selbst an starken Depressionen leiden oder sich selbst betroffen fühlen, zögern Sie bitte nicht, sich Hilfe zu holen. Das gilt auch, wenn Sie jemanden kennen, der mit dem Gedanken spielt, Suizid zu begehen.

  • Telefonseelsorge:

    Rat und Unterstützung – auf Wunsch selbstverständlich anonym – finden Sie unter anderem bei der Telefonseelsorge unter den kostenlosen Rufnummern (0800) 111-0-111 oder (0800) 111-0-222. Dort können Sie rund um die Uhr mit speziell geschulten Beratern sprechen, die Ihnen Wege zeigen, mit Ihrer Situation umzugehen.

  • Krisendienst Horizont:

    Suizidgefährdete und deren Angehörige können sich außerdem unter der Nummer (0941) 58181 an den Krisendienst Horizont der Caritas wenden.

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