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Feinstaub

Grenzwerte an fünf Tagen überschritten

Bund Naturschutz bemängelt schlechte Luft in Regensburg. Die Stadt kontert: In der Jahresbilanz sei alles im grünen Bereich.
Von Simone Grebler

Die Feinstaub-Grenzwerte wurden 2019 bereits an fünf Tagen überschritten. Für den Bund Naturschutz Anlass zur Sorge. Für die Stadt nicht. Foto: Lex
Die Feinstaub-Grenzwerte wurden 2019 bereits an fünf Tagen überschritten. Für den Bund Naturschutz Anlass zur Sorge. Für die Stadt nicht. Foto: Lex

Regensburg.Gut 1200 Bürger, darunter 841 aus Regensburg haben von März 2018 bis März 2019 die Petition „bessere Luft für Regensburg“ unterschrieben. Nun hat der Bund Naturschutz (BN) die Petition „bessere Luft für Regensburg“ an Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer übergeben. Die Forderungen: schnellere Verkehrswende in Regensburg mit besserer Fahrradinfrastruktur, kein Betrieb von Komfortöfen mit Kohle und Holz, wenn es draußen Smog hat und eine größere Umweltzone. 1,8 Prozent der Stadtfläche seien zu wenig.

Die Petition sei laut Raimund Schoberer vom Bund Naturschutz aktueller den je. Das zeige sich darin, dass es 2019 bereits wieder fünf Überschreitungstage bei Feinstaub in Regensburg gab. Im Gesamtjahr sind 35 Überschreitungstage zulässig. Die Messstelle Regensburg liegt damit im bayernweiten Ranking ganz vorne, heißt es in der Pressemitteilung des BN.

„Weit von einer Überschreitung entfernt“

Mitglieder des Bund Naturschutz übergaben die Petition an Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (3. von links). Foto: BN
Mitglieder des Bund Naturschutz übergaben die Petition an Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (3. von links). Foto: BN

Das veranlasste die Stadt Regensburg zu einer Stellungnahme: „Mit bislang fünf Überschreitungstagen ist Regensburg für das Jahr 2019 weit von einer Überschreitung entfernt“, heißt es dort. Die Monate Januar bis März seien aufgrund der Grundwetterlage – mehr Hochdruckwetter als von Oktober bis Dezember – der Zeitraum mit den häufigsten Überschreitungstagen. Deshalb sei für 2019 nicht mit einer Überschreitung des Grenzwerts zu rechnen.

Die Aussage des BN, dass die Regensburger Messstelle im bayernweiten Ranking ganz vorne liege, sei falsch. Das belegt die Stadt mit Zahlen des Landesamts für Umwelt. Schoberer vom Bund Naturschutz kritisiert hingegen die Lage der Messestelle: „Es gibt andere Straßenabschnitte in Regensburg, die deutlich mehr belastet sind.“ Zudem fordert er eine zweite Feinstaub-Messstelle. Regensburg sei die einzige der größten Städte in Bayern, die nur eine Messstelle habe.

Umwelt

Saubere Luft kommt teuer

Mit einem Masterplan will Regensburg für bessere Luft sorgen. Experten bewerten die Maßnahmen sehr unterschiedlich.

Petition wird Ausschuss vorgelegt

In der Petition kritisieren die Bürger die Luftsituation in Regensburg. Besonders Eltern und Großeltern seien besorgt um die Gesundheit ihrer Kinder. Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer sagte, dass die Petition nach Vorbehandlung durch die Verwaltung dem Ausschuss für Umweltfragen, Natur- und Klimaschutz vorgelegt werde. Das schürt die Hoffnung der Naturschützer, dass die Umsetzung von Maßnahmen forciert wird.

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