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Alarm

Großbrand in Recyclingfirma

Im Regensburger Osten entzündet sich Altpapier in einer Halle. 45 Einsatzkräfte kämpfen das Feuer nieder.
Von Julia Ried

  • Mit viel Wasser und Schaum löschte die Feuerwehr gestern in einer Halle am Westhafen. Foto: Ried
  • Die Einsatzkräfte griffen zu einem ungewöhnlichen Mittel: Ein Baggerfahrer bekam ein Atemgerät, um brennenden Abfall schichtweise abtragen zu können. Foto: Alexander Auer
  • Stundenlang löschen die Feuerwehren Foto: Alexander Auer

Regensburg.Dichter Rauch umhüllte am Mittwochnachmittag eine Halle einer Recyclingfirma im Stadtosten: Altpapier, das dort verpresst wird, war aus unbekannten Gründen in Brand geraten. Für die Feuerwehr, die die Brandmeldeanlage um 14.02 Uhr alarmierte, bedeutete das einen Großeinsatz. Erst um 16.45 wurde er beendet.

Die Brandursache war am Mittwoch laut Polizei noch unklar. „Es hat sich auf unbekannte Art und Weise Altpapier entzündet“, sagte David Gruber von der Polizeiinspektion Regensburg-Süd. „Bei der Hitze gibt es diverse Möglichkeiten.“ Brandstiftung sei nach derzeitigem Stand der Ermittlungen auszuschließen. Verletzt wurde niemand. Weder für die circa 50 Mitarbeiter der Recyclingfirma noch für die Mitarbeiter der benachbarten Betriebe habe eine Gefahr bestanden, sagte Gruber. Die Rauchentwicklung schätzte die Polizei zwar als sehr stark ein. Glücklicherweise sei der Qualm aber in den Himmel abgezogen statt in die anliegenden Gebiete.

Vom Brand betroffen war eine Recyclingfirma. Foto: Auer
Vom Brand betroffen war eine Recyclingfirma. Foto: Auer

Die Mitarbeiter der Recyclingfirma in der betroffenen Halle, denen das Feuer auffiel, bewegten sich nach Angaben der Firmenleitung sofort weg von der Gefahrenstelle und lösten den Brandalarm aus. Die Berufsfeuerwehr rückte an, zu ihrer Unterstützung kamen auch die Löschzüge Altstadt und Weichs der Freiwilligen Feuerwehr sowie die BMW-Werksfeuerwehr. Martin Seidl, Abteilungsleiter Einsatzdienst der Berufsfeuerwehr, erklärte: „Das Feuer wurde massiv mit Atemschutz-Trupps bekämpft.“ Vier Trupps mit je zwei Mann löschten mit viel Wasser und Schaum. „Als nächste Maßnahme wurden die Haufen mit einem Radlader auseinandergearbeitet.“ Den stellte die Firma der Feuerwehr zu Verfügung, um die Restgefahr von möglichen Glutnestern im Altpapier zu bannen. Insgesamt waren circa 40 Feuerwehrleute an der Brandstelle beschäftigt.

Hier sehen Sie ein Video vom Einsatz.

Brand im Stadtosten

Damit die Hauptwache trotz des Großeinsatzes funktionsfähig blieb, wurden Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr, die gerade dienstfrei hatten, einbestellt. Außerdem halfen dort Freiwillige der Feuerwehren Graß und Oberisling aus. Das Einsatzaufkommen sei derzeit, wohl auch wegen der Hitze, etwas höher als sonst, gab Seidl Auskunft. Die Konzentration der Menschen leide darunter – zumindest komme es zu recht vielen Unfällen. Dazu kam am Mittwoch das Unwetter.

Zur Höhe des Sachschadens konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Es sei davon auszugehen, dass das Gebäude nicht groß in Mitleidenschaft gezogen wurde, sagte Polizist Gruber. Wie viel Schaden dem Unternehmen durch das verbrannte Altpapier entsteht, das es nun nicht mehr weiterverwerten kann, war der Firmenleitung zufolge noch unklar.

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