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Inklusion

Großer Gartenputz bei der Lebenshilfe

Sag’s einfach-Reporter spüren Themen nach, die Behinderte berühren. Im
Von Daniela Maggio

In den Gärten des Lebenhilfe-Zentrums wird gejätet, beschnitten und gepflanzt. Foto: Zimmer
In den Gärten des Lebenhilfe-Zentrums wird gejätet, beschnitten und gepflanzt. Foto: Zimmer

Regensburg.Da war ganz schön was los im Lebenshilfe-Zentrum Gebelkofen: Eine Gruppe junger Leute ist gekommen, um den Garten bereit für den Frühling zu machen.

Die freiwilligen Helfer machen alle eine Ausbildung zum Landschafts-Gärtner und sind gerade im ersten Jahr ihrer Ausbildung. Alle fünf sind für ihre Ausbildung in unterschiedlichen Betrieben. Einer von ihnen erzählt uns, dass er von Montag bis Donnerstag täglich zehn Stunden arbeitet. Das stellen wir uns anstrengend vor: Er ist bestimmt bei jedem Wetter draußen und muss schwere Blumenkübel schleppen. Am Freitag geht er wie alle Auszubildenden zur Schule, nämlich ins Staatliche Berufliche Schulzentrum Regensburg. Alle Auszubildenden sind zusammen in einer Klasse und lernen noch mehr über ihren Beruf.

Nun sind fünf von ihnen mit ihrem Lehrer nach Gebelkofen gekommen, um sich freiwillig um den Garten zu kümmern. Die Idee dazu hatte Dominik Schiener. Er arbeitet im Lebenshilfe-Zentrum, hat aber früher selbst eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner gemacht. Deshalb kümmert er sich auch gern um den Garten des Lebenshilfe-Zentrums. Als er gemerkt hat, dass er im Garten Hilfe gebrauchen könnte, hat er einfach seinen Lehrer von früher angerufen.

Die freiwilligen Helfer wollen vor allem die Bäume und Sträucher schneiden. Das macht man einmal im Jahr, damit die Pflanzen besser austreiben. Sie bekommen dann eine schönere Form und haben mehr Früchte. Manche Pflanzen kann man auch zweimal im Jahr schneiden. Was man wegschneiden muss, ist gar nicht so leicht zu entscheiden. Man braucht viel Erfahrung, um das ganz genau zu wissen! Bei den Obstbäumen schneiden die Gärtner zum Beispiel alle Ästchen ab, die nach oben zeigen. Aber die Frucht-Triebe muss man stehen lassen, sonst gibt es keine Äpfel!

Auch die Hundsrose wird gekürzt. Wir lernen, dass man aus ihren Früchten – den Hagebutten – Tee kochen kann. Und dass man im Frühling die trockenen Äste und die verschrumpelten Hagebutten wegschneiden muss, damit es im Herbst wieder viele neue Früchte gibt. Plötzlich wird der Motor der Heckenschere angeworfen. Es qualmt und stinkt. Die Gärtner wollen damit die kleinen Sträucher am Boden komplett abschneiden, damit sie wieder schön nachwachsen. Wir nutzen vorher noch schnell die Gelegenheit und schnuppern am Lavendel, bevor er weg ist. Er riecht toll!

Aber nicht nur die jungen Gärtner sind fleißig. Auch die Bewohner des Lebenshilfe-Zentrums arbeiten eifrig mit. Wir fragen, was in den Hochbeeten angepflanzt werden soll. Herr Schiener zählt auf: Schnittlauch, Radieschen, Karotten, Salat, Kohlrabi, Erdbeeren… Der Thymian vom letzten Jahr darf auch im Hochbeet bleiben. Daniela schnuppert daran: „Hm, lecker.“ Jetzt muss allerdings erst noch frische Erde ins Hochbeet gefüllt werden und dann muss man fleißig gießen. Damit Herr Schiener das nicht alleine machen muss, gibt es in Gebelkofen jetzt eine Gartengruppe.

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