MyMz
Anzeige

Wahlkampf

Großer Protest gegen AfD-Veranstaltung

Mehr als 1500 Menschen versammelten sich am Regensburger Domplatz. Später gab es einen Vorfall mit einer Schreckschusswaffe.
Von Jürgen Scharf und Simone Grebler

Nach Polizeiangaben demonstrierten rund 1500 bis 2000 Menschen gegen die AfD-Veranstaltung. Foto: Sebastian Böhm
Nach Polizeiangaben demonstrierten rund 1500 bis 2000 Menschen gegen die AfD-Veranstaltung. Foto: Sebastian Böhm

Regensburg.Eine Wahlkampfveranstaltung der AfD hat in Regensburg eine große Protestveranstaltung ausgelöst. Am Donnerstagabend sollte am Domplatz die Kundgebung der AfD, unter anderem mit dem Fraktionsvorsitzenden der rechtspopulistischen Partei im Thüringer Landtag, Björn Höcke, beginnen. Bereits zuvor hatte die Veranstaltung eines Protest-Bündnisses begonnen, an der nach Polizeiangaben mehr als 1500 Personen teilnahmen. Unter dem Motto „Kein Kreuz der AfD“ gab es auch ein Livekonzert der Punkband ZSK. Die Kundgebung der AfD, die nach Polizeiangaben in der Spitze rund 70 Teilnehmer hatte, fiel wegen eines technischen Problems dann komplett aus. Offenbar kam die Stromversorgung nicht zustand. Sabotage sei es jedoch nicht gewesen, wie Polizeisprecher Markus Reitmeier der MZ sagte. Diese Gerüchte hatten sich am Abend verbreitet.

Mit Schreckschusswaffe aus Auto geschossen

Laut der Polizei verliefen beide Veranstaltungen friedlich. Einzig im Nachgang der Demonstrationen sei es zu einem Aufeinandertreffen von Teilnehmern der beiden Veranstaltungen gekommen. Ein Pkw, der mit Versammlungsteilnehmern der AfD besetzt war, sei von bislang unbekannten Personen der Gegenveranstaltung in der Maximilianstraße angehalten worden. Die Unbekannten hätten nach Angaben der Pkw-Insassen mit Fäusten auf den Pkw eingeschlagen und die Insassen beleidigt. Einer der Pkw-Nutzer soll daraufhin mit einer Schreckschusswaffe aus dem geöffneten Fahrzeugfenster geschossen haben. Verletzt wurde nach Kenntnisstand der Polizei dabei niemand. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt – also gegen einen der Gegendemonstranten, die auf das Auto geschlagen haben sollen – eingeleitet.

Die Initiative gegen Rechts Regensburg hat am Freitag eine Stellungnahme zu dem Vorfall veröffentlicht. Darin heißt es: „Der Fahrer eines Autos zog eine Schreckschusspistole und schoss damit zwei Mal auf die GegendemonstrantInnen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Laut uns vorliegenden ZeugInnenberichten gab es keine Bedrohugssituation für die AfD, obwohl die AfD versucht, sich so zu rechtfertigen.“

Björn Höcke war gar nicht angereist

Björn Höcke war im Übrigen gar nicht nach Regensburg angereist, er hatte einen Vertreter geschickt, der aber wegen besagter technischer Probleme auch nicht auftreten konnte.

Die Versammlungen wurden gegen 19.30 Uhr beendet, die Sperre des Domplatzes konnte nach den Abbauarbeiten gegen 21 Uhr aufgehoben werden.

Sehen Sie hier ein Video vom Domplatz:

Lautstarker Protest gegen AfD-Veranstaltung am Dom

Diese Stellungnahme veröffentlichte die Initiative gegen Rechts Regensburg am Freitag auf Facebook:

Weitere Nachrichten aus Regensburg gibt es hier

Aktuelle Nachrichten von mittelbayerische.de jetzt auch über WhatsApp. Hier anmelden: https://www.mittelbayerische.de/whatsapp.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht