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Bau

Grundstein für „Rubina“ gelegt

In dem Zentrum für Umweltbildung in Regensburg sollen Groß und Klein lernen. Der Name ging aus einem Bürgerwettbewerb hervor.
Von Sarah Höger

Kinder des Kindergartens, der in das Rubina einziehen wird, füllten die Zeitkapsel mit selbstgemalten Bildern. Foto: Sarah Höger
Kinder des Kindergartens, der in das Rubina einziehen wird, füllten die Zeitkapsel mit selbstgemalten Bildern. Foto: Sarah Höger

Regensburg.In der Rudolf-Vogt-Straße, die so neu ist, dass Google sie noch nicht in sein Straßensystem eingepflegt hat, klafft eine riesige Baugrube. Dort soll – wenn alles nach Plan läuft – bereits im August 2020 ein Gebäude stehen, das den Anspruch erhebt, gleichzeitig architektonisch ansprechend als auch CO-neutral zu werden.

„Das hier heute ist eine ganz besondere Grundsteinlegung“ , sagte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer stolz, bevor sie mit ihrem Kollegen aus dem Rathaus, Bürgermeister Jürgen Huber, feierlich die Grundsteinlegung für das „Rubina“ vollzog.

205 Namensvorschläge

Der Name ist aus einem Bürgerwettbewerb hervorgegangen, bei dem aus 205 Namensvorschlägen von Bürgern ein Name ausgewählt wurde. Dass es ein weiblicher Name geworden ist, „freut vor allem den Herrn Huber“, feixte Maltz-Schwarzfischer. Rubina steht für „Regensburg, Umwelt, Bildung, Innovation und Nachhaltigkeit. „Das Gebäude wird nach aktuellstem Stand in der Energie- und Gebäudetechnik erbaut.

Es ist das Prestige-Projekt der Stadt in puncto Umwelt, das Haus wird eine „Pionierin“ in Sachen Umweltbildung für die Zukunft werden. Maltz-Schwarzfischer nannte es einen „Teil des Statements“, das die Stadt für die Umwelt setzen möchte. Es soll dort ansetzen, wo Umweltbewusstsein anfangen sollte: bei den Kleinen. Im Haus werden alle Generationen unter einem Dach lernen, wie nachhaltiges Leben funktionieren kann.

Angefangen beim Kinderhaus, das vier Gruppen umfasst, über das Mint-Labor, in dem Kinder und Jugendliche in Mathematik und Naturwissenschaften forschen können, bis hin zur Energieagentur und zum Bildungszentrum für Erwachsene. Huber sieht darin einen wichtigen Beitrag, den Bürgern die Angst vor den Veränderungen zu nehmen, die Umweltschutz mit sich bringt. „Da wir heute in einer sehr dynamischen Welt leben, die sich schnell und andauernd verändert, und diese Veränderungen ja nicht bei allen gleich gut ankommen und manche Akteure da vorauseilen, wünsche ich mir das Rubina als außerschulische Bildungsstätte. Damit man auch außerhalb des klassischen Bildungskanons Möglichkeiten hat, Umweltbewusstsein in die gesamte Bevölkerung hineinzutragen“, erklärte Huber im Gespräch mit der Mittelbayerischen.

Das Bauwerk

  • Spatenstich:

    Im Juni 2018 erfolgte der Spatenstich für das Rubina. In unmittelbarer Nähe zur Uni, zur OTH und zum Techcampus soll hier Umweltbildung geleistet werden.

  • Ziel:

    Das Rubina soll Anlaufstelle für alle Fragen rund um Umwelt, Energie, CO2-Neutralität und Zukunft werden. Im Rahmen der Energieagentur Regensburg, die hier einziehen wird, soll hierfür ein Informations- und Erlebniszentrum für Nachhaltigkeit und Umwelt entstehen.

Damit unsere Nachfahren auch noch in etlichen Jahrzehnten nachvollziehen können, welche Gedanken hinter dem Rubina stecken, haben Maltz-Schwarzfischer und Huber zusammen mit am Bau beteiligten Akteuren eine „Zeitkapsel“ gefüllt, die in den Grundstein miteinbetoniert wird.

Kinder wünschen sich „echten Hund“

Feierlich wurde eine Urkunde der Stadt zu den Rahmenbedingungen der Grundsteinlegung in die Kapsel gefüllt, der Architektenplan, Münzgeld in Euro, ein Exemplar der Mittelbayerischen sowie das Kinderhauskonzept mit selbstgemalten Bildern aus dem Kindergarten, der nur wenige Meter entfernt aus Containern besteht und direkt in das Rubina umziehen wird. Am Ende durften zwei der kleinen Vertreter noch durchs Mikrofon sagen, was sie sich konkret für das neue Haus wünschen: Ein Aquarium - und einen echten Hund.

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