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Neubau

Grundstück für neue Moschee gefeiert

Vor fünf Wochen erhielt die türkisch-islamische Gemeinde die Zusage für eine Fläche in der Maxhüttenstraße in Regensburg.
Von Lena Schroeder, MZ

Freuen sich über das neue Grundstück: Ilyas Yavuz, Ayten Tekenli (2. Vorsitzender), Mustafa Sönmez, Ercüment Baysal (Vorsitzender), Mustafa Miran (3. Vorsitzender) und Recep Duman (von links). Foto: msc
Freuen sich über das neue Grundstück: Ilyas Yavuz, Ayten Tekenli (2. Vorsitzender), Mustafa Sönmez, Ercüment Baysal (Vorsitzender), Mustafa Miran (3. Vorsitzender) und Recep Duman (von links). Foto: msc

Regensburg.Die lange Suche hat ein Ende: Seit fünf Jahren ist die türkisch-islamische DITIB-Gemeinde in Regensburg auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Das Gemeindezentrum in der Lindnergasse platzt aus allen Nähten. In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde regen Zulauf erfahren. Auch viele der in Regensburg lebenden Flüchtlinge möchten gerne eine Moschee besuchen. Der Platzbedarf liegt zwischen 400 und 500 Personen, die Kapazitäten des alten Zentrums in der Lindnergasse liegen lediglich bei der Hälfte. Auch die Parkplatzsituation mitten im Zentrum der Altstadt bereitet der Gemeinde große Probleme.

Schon 2012 hatte die Gemeinde ein Grundstück im Stadtnorden präsentiert, aus dem aber letztendlich doch nichts wurde. Vor fünf Wochen kam dann endlich die erlösende Nachricht, man habe ein passendes Grundstück in der Maxhüttenstraße gefunden.

„Wir sind sehr froh, endlich einen geeigneten Platz gefunden zu haben und freuen uns riesig“, erklärte der Vorsitzende der Gemeinde Ercüment Baysal. „Wir mussten nicht lange überlegen und haben sofort zugesagt. Es ist in Regensburg sehr schwierig, etwas Passendes zu finden, und natürlich auch eine Kostenfrage.“ 1,5 Millionen Euro hat die Gemeinde für das Projekt veranschlagt, das durch Spenden unterstützt wird.

Wann genau Baubeginn ist oder die Moschee fertig sein wird, steht noch in den Sternen. Für genaue Aussagen sei es noch zu früh. Jetzt beginnt erst einmal mit Unterstützung des Dachverbands DITIB die Planungsphase für das 2341 Quadratmeter große Grundstück. Fest steht, dass die Moschee auch Kindern und Jugendlichen geeignete Aufenthaltsräume bieten soll. „Das Gelände bietet viel mehr Möglichkeiten für ein Zusammenleben. Wir haben endlich Platz für gemeinsame Veranstaltungen und andere Aktivitäten“, erklärt Baysal. „Wir erreichen so eine noch bessere Integration. Für viele ist Deutschland die erste Heimat. Sie leben hier schon in der zweiten oder dritten Generation.“

Bei dem dreitägigen Straßenfest über die Osterfeiertage nutzten viele Gemeindemitglieder die Möglichkeit, das neue Gelände zum ersten Mal mit eigenen Augen zu sehen. „Das ist für uns alle eine sehr spannende Sache. Wir sind sehr neugierig, wie es aussehen wird, wenn alles fertig wird“, freute sich Baysal.

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. wurde 1984 in Köln als bundesweiter Dachverband gegründet. Damals waren es 230 Vereine, heute sind es über 900. DITIB ist die mitgliederstärkste Migrantenorganisation in Deutschland.

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