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Verkehr

Historische Straßenbahn könnte fahren

Zwei Unternehmen bestätigen der Regensburger Interessengemeinschaft, dass der alte Zug wieder aktiviert werden kann.

Der letzte existierende Regensburger Zug soll mit Spenden restauriert werden.
Der letzte existierende Regensburger Zug soll mit Spenden restauriert werden. Fotos: Verein

Regensburg.Spezialisten der Firmen MPK aus Krakau (Polen) und Braicar S.A. aus Braila (Rumänien) haben in den vergangenen zwei Wochen den historischen Regensburger Straßenbahnzug auf eine Wiederherstellung der Fahrfähigkeit genauestens untersucht. Beide Firmen sind sich einig, dass die Bahn wieder fahren könnte, schreiben die Straßenbahnfreunde in einer Pressemitteilung. In Kürze soll eine aussagekräftige Kostenschätzung zur Verfügung gestellt werden.

MPK Krakau hat in den letzten 20 Jahren viele Wagen für die Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) restauriert. Aus dieser Erfahrung heraus hat das Unternehmen dem Verein IG Historische Straßenbahn Regensburg e.V. rund 260 000 Euro als Kostenprognose für eine fahrfähige Restaurierung des Triebwagens genannt.

Hinzu kommen laut Pressemitteilung Kosten für technische Gutachten und die Zulassung durch ein Ingenieurbüro in Deutschland. Erneuert werden müssten die Achsaufhängungen, die Achsen, die Räder und auch die Elektrik. Dagegen könnten Motor, Bremsen, Wagenkasten und viele Kleinteile erhalten werden. In der polnischen Delegation aus Krakau, die die Regensburger Straßenbahnfreunde Mitte September besuchte, war Werkstattleiter Leszek Marynowski, ein Cheftechniker, sowie Malgorzata Migas, die für die internationale Kommunikation zuständig ist. MPK Krakau sei äußerst erfahren und deutschlandweit bekannt für erstklassige Restaurierungen deutscher Straßenbahnen, betonen die Straßenbahnfreunde.

Die Krakauer Firma MPK machte diese Straßenbahn, die baugleich mit dem Regensburger Zug ist, für die Stadt Nürnberg wieder fahrbereit.
Die Krakauer Firma MPK machte diese Straßenbahn, die baugleich mit dem Regensburger Zug ist, für die Stadt Nürnberg wieder fahrbereit.

Der fünfköpfigen Delegation aus Braila, die am vergangenen Montag ihren Besuch abstattete, gehörte neben dem Generaldirektor der Verkehrsbetriebe, Cornel Sandulescu, auch ein Mitglied des dortigen Stadtrats an. Braila liegt wie Regensburg an der Donau. Die Stadt befindet sich im Länderdreieck Rumänien-Moldawien-Ukraine und bildet das Eingangstor zum Donaudelta.

Beide Firmen sind sich einig, dass eine Restaurierung, abgenommen durch die deutsche Technische Aufsichtsbehörde und im Rahmen der geplanten Summen, möglich sei, betonen Jan Mascheck und Bernd Edtmaier von der Interessengemeinschaft.

Der Verein

  • Interessensgemeinschaft:

    Seit Jahren setzt sich die Interessengemeinschaft historische Straßenbahn Regensburg für die Instandsetzung des alten Straßenbahnzugs ein. Vorsitzende sind Jan Mascheck und Bernd Edtmaier.

  • Kulturausschuss:

    Der Regensburger Kulturausschuss hat beschlossen, die Sanierung in Angriff zu nehmen, sofern aus der Bürgerschaft Spenden in Höhe von 100 000 Euro kommen.

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