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Festakademie

Hochschule für Musik feiert Absolventen

Die Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg verabschiedete die diesjährigen Absolventen.
Von Sarah Höger

Die Absolventen der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik mit Dozentinnen und Dozenten sowie Vertretern des Stiftungsrats. Foto: Sarah Höger
Die Absolventen der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik mit Dozentinnen und Dozenten sowie Vertretern des Stiftungsrats. Foto: Sarah Höger

Regensburg.„Das Schloss fiel zu“. Mit diesen Worten begann Prof. Reiner Schuhenn von der Musikhochschule Köln seinen Festvortrag, den er als Ehrengast bei der Absolventenfeier der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik halten durfte. Mit dem Schloss meinte er das Türschloss des Raums oder des Saals, in dem die jeweils allerletzte Prüfung der Absolventinnen und Absolventen stattgefunden hatte. Die letzte Klausur, das letzte Vorspiel – das letzte Mal, dass sich die Studierenden den aufmerksamen und kritischen Blicken der Prüfer stellen mussten. Der Moment, in dem den angehenden Kirchenmusikern klarwurde: „Das war’s. Jetzt kann es losgehen“, wie Schuhenn weiter ausführte.

„Genießen Sie dieses Gefühl der Freiheit“, riet der Festredner den 23 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule, die am Donnertagabend ihre Bachelor- bzw. ihre Masterzeugnisse überreicht bekamen. Drei von ihnen mit Auszeichnung: Hildegard Briller schloss ihr Bachelorstudium der Instrumentalpädagogik Posaune mit einer Gesamtnote von 1,22 ab, Matthias Dietz im gleichen Fach mit 1,28. Julian Beutmiller schloss mit 1,25 sein Bachelorstudium in katholischer Kirchenmusik mit Schwerpunkt Musiktheorie/Tonsatz ab.

Rektor Prof. Stefan Baier war sichtlich stolz

Dem Festakt war eine Pontifikalvesper in der St. Andreas Kirche vorausgegangen. Eröffnet wurde die Feier in der Hochschule von Rektor Prof. Stefan Baier, der sichtlich stolz über „die Schönheit und Ästhetik der Musik“ sprach und mit einem Lächeln auf Probleme bei der Anerkennung von Creditpoints zurückblickte, was ihm Gelächter aus dem Publikum einbrachte, in dem die Absolventen mit ihren Angehörigen saßen und voller Spannung dem großen Moment nicht nur des Abends, sondern ihres ganzen Studiums entgegenfieberten. Nacheinander wurden die Männer und Frauen auf die Bühne gerufen und erhielten ihr Zeugnis.

Rektor Prof. Stefan Baier mit den drei besten Absolventen: (v.l.n.r) Matthias Dietz, Hildegard Briller und Julian Beutmiller. Matthias Dietz  schloss sein Bachelor-Studium Instrumentalpädagogik Posaune mit der Gesamtnote 1,28 ab. Hildegard Briller beendete ihren Bachelor-Studiengang Instrumentalpädagogik Posaune mit der Gesamtnote 1,22. Julian Beutmiller studierte auf Bachelor katholische Kirchenmusik mit Schwerpunkt Musiktheorie/ Tonsatz und schloss mit 1,25 ab. Foto: Sarah Höger
Rektor Prof. Stefan Baier mit den drei besten Absolventen: (v.l.n.r) Matthias Dietz, Hildegard Briller und Julian Beutmiller. Matthias Dietz schloss sein Bachelor-Studium Instrumentalpädagogik Posaune mit der Gesamtnote 1,28 ab. Hildegard Briller beendete ihren Bachelor-Studiengang Instrumentalpädagogik Posaune mit der Gesamtnote 1,22. Julian Beutmiller studierte auf Bachelor katholische Kirchenmusik mit Schwerpunkt Musiktheorie/ Tonsatz und schloss mit 1,25 ab. Foto: Sarah Höger

Bei aller Wichtigkeit der akademischen Qualifikation zum Kirchenmusiker oder Musikpädagogen wies Prof. Schuhenn in seiner Rede jedoch auf ein Fach jenseits der Noten und Töne hin: „Das Wichtigste sind die Menschen, die Ihnen anvertraut sind. Menschen jeden Alters. Dazu braucht es Kenntnis und Übung in einer Disziplin, die man in der Regel an einer Hochschule nicht im Hauptfach studiert, die man aber so unendlich notwendig braucht. Und diese Disziplin heißt Menschenführung.“ Man könne noch so ein exzellenter Musiker sein, wer nicht verstehe, dass zwei Drittel des Tuns auf Kommunikation mit den Menschen und nicht nur mit den Tasten ausgelegt seien, der schramme virtuos an der Intention eines Kirchenmusikers vorbei.

„Das Wichtigste sind die Menschen, die Ihnen anvertraut sind.“

Prof. Reiner Schuhenn, Gastredner von der Musikhochschule Köln

Schuhenn riet seinen „zukünftigen Kolleginnen und Kollegen“ deshalb, den ihnen anvertrauten Menschen in ihren späteren Berufen ein „musikalischer Anwalt“ zu sein. „Denn dann werden die Menschen im Gegenzug auch zu Ihrem Anwalt werden. Bilden Sie Entdeckergemeinschaften, bringen Sie die Menschen zum Stauen, schaffen Sie Gemeinschaft – in jedem Orgelkonzert, in jeder Probe, in jeder Sitzung“, forderte der Festredner die Absolventen auf.

Neuer Studiengang

Der Festakt wurde mit einer Ouvertüre eröffnet: Furios spielte Prof. Michael Seewann (Klavier und Klavierpädagogik) am Flügel die Ouvertüre zu Don Giovanni. Zwischendurch spielte ein Trio bestehend aus Christine Lindermeier (Klavier), Wolfgang Nüßlein (Violoncello) und Hildegard Senniger (Violine). Ein Ohrenschmaus, der den Festakt zu einem Konzert werden ließ.

„Wir haben das große Glück, dass wir im nächsten Jahr eine neue Professur besetzen können. Eine Professur für ‚Neue geistliche Musik‘.“

Rektor Prof. Stefan Baier

Rektor Prof. Stefan Baier wies in seiner Rede auf einen neuen Studiengang an der HfKM hin: „Wir haben das große Glück, dass wir im nächsten Jahr eine neue Professur besetzen können. Eine Professur für ‚Neue geistliche Musik‘. Der Stiftungsrat und der Steuerausschuss haben dem zugestimmt. Wir sind sehr gespannt darauf, was daraus wird, welche Bewerbungen kommen, wie wir das Ganze ausgestalten werden.“

An der HfKM versuche man stets, neue Wege zu finden, Kirchenmusik auch neu zu gestalten: „Dass wird die Möglichkeit für diesen neuen Lehrstuhl haben, ist wirklich ziemlich bemerkenswert und unglaublich. Wir freuen uns sehr, dass uns die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden und wir so die Möglichkeit bekommen, uns auf dieses Forschungsgebiet zu begeben“, so Rektor Prof. Stefan Baier weiter.

Anschließend an den Festakt waren die Absolventen und Absolventinnen mit ihren Angehörigen zu einem Stehempfang eingeladen.

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