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Entscheidung

Holzgartensteg: Votum für Favoriten

Die neue Brücke kommt in der von der Stadt Regensburg gewollten Variante. Es gibt aber zunächst einen Planungswettbewerb.
Von Norbert Lösch

Die städtische Variante: Vom Maria-Beer-Platz in Reinhausen soll der Brückenschlag auf den Grieser Spitz und weiter nach Stadtamhof erfolgen. Foto: Steffen
Die städtische Variante: Vom Maria-Beer-Platz in Reinhausen soll der Brückenschlag auf den Grieser Spitz und weiter nach Stadtamhof erfolgen. Foto: Steffen

Regensburg.Es soll einen öffentlich begleiteten Planungswettbewerb geben, aber ansonsten hält die Stadt an ihrer Variante einer neuen Radler-Brücke von Reinhausen zum Grieser Spitz fest. Das ist das Ergebnis von Beratungen im Planungsausschuss des Stadtrats am Dienstag. Etliche andere Vorschläge und Bedenken – zu dem umstrittenen Bauwerk waren rund 30 Stellungnahmen eingegangen – finden kaum Berücksichtigung. Anträge der Opposition, andere Varianten in den Wettbewerb einzubeziehen beziehungsweise in einer Machbarkeitsstudie untersuchen zu lassen, scheiterten am Dienstag an der Koalitions-Mehrheit.

Holzgartensteg sorgt für Kritik

Unter anderem hatten die Altstadtfreunde und der Architekt Thomas Eckert alternative Trassen vorgeschlagen (wir berichteten), die aus Sicht der Stadt – aus Gründen der Welterbe-Verträglichkeit und des deutlich größeren technischen und finanziellen Aufwands – aber nicht realisierbar sind. Die Stadt selbst hatte sechs Varianten in der Auswahl und sich frühzeitig auf die Trasse über den Grieser Spitz festgelegt. Auf Stadtamhofer Seite soll die neue Brücke dann mit einem neuen Fuß- und Radweg an den Grieser Steg angebunden werden.

Verkehr

Stadt hält an ihrer Steg-Variante fest

Viele Regensburger sind tief enttäuscht. Ihre Vorschläge zum geplanten Holzgartensteg wurden von der Stadt verworfen.

Die beiden Alternativen, die CSU und ÖDP weiter geprüft haben wollten, würden einen fast doppelt so weiten Brückenschlag bedeuten, weil die Trasse auch den nördlichen Donauarm überspannen würde. Kritiker dieser Varianten führten unter anderem ins Feld, dass der Eingriff in die Natur auf dem Unteren Wöhrd weitaus gravierender wäre wie bei der Lösung am Grieser Spitz. Der Antrag von Benedikt Suttner (ÖDP), dem Wettbewerb eine neue Machbarkeitsstudie für drei Varianten vorzuschalten, wurde ebenso abgelehnt wie die Forderung der CSU, drei Varianten in den Ideenwettbewerb einzubeziehen.

Fahrradbrücke über die Donau

Selbst die von Verwaltung und Stadtrat favorisierte Version eines neuen Stegs zwischen Reinhausen und Stadtamhof wird kein unscheinbares Bauwerk. Der Schifffahrtskanal ist an dieser Stelle über 120 Meter zu überspannen. Weil es sich hier um eine Bundeswasserstraße handelt, muss die Durchfahrtshöhe mindestens 6,4 Meter über dem höchsten Schiffswasserstand liegen. In der Beschlussvorlage für die Stadträte heißt es, der Steg werde „eine mit der Nibelungenbrücke vergleichbare Höhe“ haben müssen. Das betrachten manche Regensburger als „Monster“.

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