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Zustellung

Huber besucht MZ-Logistikzentrum

Der Regensburger Bürgermeister informierte sich über „Cityparcel“. Pakete werden mit E-Autos und Lastenrädern zugestellt.
Von Tino Lex

Bürgermeister Jürgen Huber (links) ließ sich von Klaus Huber das Mittelbayerische Druck- und Logistikzentrum zeigen. Foto: Lex Tino
Bürgermeister Jürgen Huber (links) ließ sich von Klaus Huber das Mittelbayerische Druck- und Logistikzentrum zeigen. Foto: Lex Tino

Regensburg.Bürgermeister Jürgen Huber stattete seinem Namensvetter Klaus Huber, Gesamtleiter Logistik bei der M-Logistik GmbH in der Rathenaustraße, einen Besuch ab. Bei einer Diskussion konnte der Bürgermeister vor einiger Zeit nicht solange warten, bis Klaus Huber an der Reihe war und sein Konzept darlegen konnte, deshalb kam jetzt der Bürgermeister zum Logistikchef.

Anhand von Zahlen machte Klaus Huber deutlich, was im Mittelbayerische Druck- und Logistikzentrum (MDLZ) von rund 220 Mitarbeitern geleistet wird. Die Tochter City Mail verarbeitet monatlich rund 1,4 Millionen Briefe. Doch jetzt will das Unternehmen auch in den Paketdienst eintreten. Dass dies nicht zulasten der Umwelt gehen darf, ist jedem klar. Deshalb legte Klaus Huber ein interessantes Konzept vor, das auch den Bürgermeister überzeugte.

Cityparcel startet ab 2020

Rund 1500 Zeitungszusteller beliefern die Abonnenten zwischen zwei und sechs Uhr morgens mit 103 000 Zeitungen sowie 70 000 Briefen. In Zukunft beschäftigt sich aber City Mail auch mit neuen Geschäftsfeldern wie dem Cityparcel, einem eigenen Paketdienst (ab Januar 2020, die Testphase läuft bereits).

„Es ist zu beobachten, dass in naher Zukunft rund 80 Prozent aller Menschen in den Städten leben werden. Der E-Commerce steigt jedes Jahr um rund acht Prozent an und die Kunden erwarten zu 60 Prozent, dass die Pakete noch am selben Tag zugestellt werden“, so Klaus Huber. Prognosen – etwa die KEP--Studie 2018, BIEK 2018 – zeigen, dass sich das Sendevolumen von Paketen bis 2022 auf 4330 Millionen Pakete erhöhen wird. Wenn jeder Paketdienst dann mit einem eigenen Auto in die Innenstadt fährt, ist das Chaos nicht mehr fern. Hier steuert die M-Logistik dagegen und setzt auf eine smarte Paketzustellung in der Innenstadt.

Altstadt wird mit Lastenfahrrädern beliefert

„Wir verwenden in den äußeren Bereichen Elektrofahrzeuge und in den sensiblen inneren Bereichen der Altstadt Lasten-Fahrräder. Diese werden künftig ihre Pakete von sogenannten Nanodepots abholen und müssen dann nicht jedes Mal in das Hauptdepot zurückradeln“, so Klaus Huber. „Wir müssen hier nur erst noch Erfahrungen sammeln, wo diese Nano-Depots sinnvoll platziert werden können.“ Diese Ankündigung hörte natürlich der Bürgermeister sehr gerne, denn mit dieser Maßnahme der smarten Paketzustellung könnten grundsätzlich rund 30 Prozent des innerstädtischen Sendeaufkommens abgedeckt werden.

Klaus Huber möchte nicht nur mit einem Paketdienst zusammenarbeiten. Wenn es geht, würde er gerne alle mit ins Boot holen und dieses Konzept weiterverbreiten. Laut Bürgermeister ist man mit der Förderung der Lastenräder in Regensburg bereits sehr weit. Derzeit liegen 1300 Anträge vor.

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