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Im Eiltempo durch das Wahlprogramm

Bei der 27. Pecha Kucha Night in Regensburg zeigten zehn OB-Kandidaten Bilder aus ihrem Leben.
Von Martina Groh-Schad

Regensburg.Irmgard Freihoffer von den Linken musste als Erste auf die Bühne im Ostentorkino, das mit 150 Personen voll besetzt war. Draußen fanden 60 Zuschauer Platz in einem Zelt, und im Internet verfolgten 100 Menschen den Live-Stream. Es war ein anderes Format als sonst. Die Kandidaten standen im Scheinwerferlicht und sollten sich und ihre Pläne anhand von 20 Bildern jeweils 20 Sekunden lang vorstellen. „Man weiß bei dem Format nie, was man bekommt“, sagte Florian Toperngpong vom Grafik-Büro „Hôtels des Artists“, das zusammen mit dem Ostentorkino und dem Fotografen Florian Hammerich die Veranstaltung organisierte.

Im Eiltempo präsentierte Freihoffer ihre Positionen rund um Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Soziales. „Es war ein wilder Ritt“, sagte Moderator Uli Scherr vom BR. Dann gab sie die Bühne für Benedikt Suttner von der ÖDP frei. Suttner amüsierte das Publikum mit einem Kinderfoto, das ihn als David Hasselhoff-Imitator zeigte. Zum Ende wurde er ernst: „Wir müssen nicht nur reden, wir müssen handeln“, forderte er und übergab an Joachim Wolbergs von der „Brücke“.

„Ich bin einer, der brutal polarisiert“, begann dieser. Sozialer Zusammenhalt sei für ihn das Wichtigste. Kurz riss er die Themen Wohnen, Digitalisierung und Inklusion an. „Ich habe fast nichts untergebracht“, betonte er und überließ Stefan Christoph von den Grünen die Bühne. „Ich komme von einer jungen und hippen Partei, der nachgesagt wird, dass wir viel wuppen können“, startete dieser und stellte die Pläne für ein bunteres Miteinander vor. Ingo Frank von „Die Partei“ erheiterte mit dem Vorschlag, nach dem Wirsing-Turm nun weitere Studentenwohnheime zu sprengen, um die Wohnungsproblematik in den Griff zu bekommen. „Wählen Sie ‚Die Partei‘“, appellierte er. „Sie ist sehr gut.“ Christian Janele stellte die Positionen der CSB für ein sozialeres Regensburg vor. Um der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken, stehe er für die Beteiligung der Bürger. „Aus dem Gegeneinander soll ein Miteinander werden“, forderte er.

Horst Meierhofer von der FDP gab einen Einblick in seine Hobbys und berichtete über Ideen, das Jahnstadion aufzuwerten. Bürgerfeste sollten künftig verstärkt in den Stadtteilen gefeiert werden.

Einen privaten Blick in sein Leben gab Ludwig Artinger von den Freien Wählern. Zu den politischen Plänen sagte er: „Wirtschaft ist die Grundlage für alles, was wir gerne machen wollen.“ Gertrud Maltz-Schwarzfischer von der SPD zeigte die schönen Seiten der Stadt. „Regensburg soll eine soziale und gerechte Stadt für alle sein“, appellierte sie. Abschließend berichtete Jakob Friedl von Ribisl über seinen Malkampf. Rund 100 Plakate wurden bisher gemalt. „Die Stadt soll Bürger in Leerstände lassen und diese kreativ nutzen.“

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