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Ferien

Im Feriencamp einmal um die Erde

Vom finnischen Spiel Mölkky bis hin zu indischem Yoga: Im Don Bosco-Zentrum lernten Kinder verschiedene Kulturen kennen.
von Daniel Geradtz, MZ

Mit einem selbstgebauten Flugzeug reisten die Teilnehmer des Global-Holiday-Feriencamps in viele Länder der Erde. Fotos: Global Holiday
Mit einem selbstgebauten Flugzeug reisten die Teilnehmer des Global-Holiday-Feriencamps in viele Länder der Erde. Fotos: Global Holiday

Regensburg.Vier Tage voller Action, Spannung und Spaß bot das „Global Holiday 2017“, das in den Sommerferien zum ersten Mal im Don Bosco Zentrum stattfand. 20 Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren nahmen an der ganztägigen Ferienbetreuung teil. Ehemalige Don Bosco Volunteers haben das Camp organisiert. Sie waren im Rahmen des Freiwilligendienstes „Weltwärts“ im Ausland unterwegs. Rebecca Petz, eine der Organisatorinnen, erklärt: „Wir alle haben zwölf Monate in einem fremden Land mit Kindern gelebt und gearbeitet. All unsere Erfahrungen aus dieser Arbeit, seien es Spiele oder Basteltechniken, wollten wir den Kindern in Regensburg weitergeben und ihnen so Lust machen auf Neues.“

Ein Ausflug war das Highlight

Petz hat ihren Freiwilligendienst in Ghana absolviert. Vor dem Beginn des Holiday Camp sagte sie unserem Medienhaus: „Wir wollen das Bewusstsein dafür wecken, dass es unterschiedliche Kulturen gibt und dass es gut so ist.“ Das Motto des Feriencamps lautete „Vielfalt lernen, Vielfalt erfahren, Vielfalt leben“.

Zu Beginn stand ein Kennenlernspiel auf dem Programm.
Zu Beginn stand ein Kennenlernspiel auf dem Programm.

In einem Spiel haben die Teilnehmer mit den fiktiven Bewohnern einer einsamen Insel zusammenarbeiten müssen, um ein abgestürztes Flugzeug wieder ans Laufen zu bringen. Die Herausforderung bestand darin, herauszufinden, unter welchen Bedingungen die Menschen, die andere Kulturen repräsentierten, mit ihnen kommunizierten. Zeitweise antworteten die Angesprochenen beispielsweise nur, wenn sie berührt wurden. Mit dem selbst zusammengebauten und in bunten Farben angemalten Flugzeug bereiste die Gruppe während der viertägigen Betreuung viele Länder und konnte dabei verschiedene Kulturen kennenlernen.

Die Kinder und Jugendlichen probierten bei ihrer interkulturellen Reise fremde Sportarten wie Mölkky aus. Bei dem aus Finnland stammenden Spiel wird ein kleiner Holzstab auf eine als Dreieck angeordnete Menge weiterer Stäbe geworfen, die jeweils eine unterschiedliche Wertigkeit haben. Für die gefallenen Hölzer gibt es Punkte. Das indische Mallhakamb, bei dem sie Yogaübungen auf einem Seil machten, erforderte körperliches Geschick, während beim Malen mit Henna die künstlerischen Fähigkeiten zum Vorschein kamen.

Das Don Bosco Zentrum

  • Anfänge

    Seit 1923 arbeiten die Salesianer Don Boscos in Regensburg mit Jugendlichen, um einen Beitrag für die Entwicklung der nächsten Generation und für die Gesellschaft zu leisten.

  • Unterkunft

    Bis 1955 war das Don Bosco Zentrum in der Weitoldstraße untergebracht, danach zog man in die Hans-Sachs-Straße um.

  • Aufgaben

    In Regensburg betreibt die Organisation für junge Menschen bis zum Alter von 27 Jahren ein Jugendwohnheim mit Wohngruppen für Schüler und Auszubildende, die in Regensburg ein Zimmer suchen. Außerdem bietet sie betreutes Wohnen, einen Jugendtreffpunkt und die Inobhutnahme von Jugendlichen in akuten Krisensituationen.

Das Thema „Vielfalt leben“ war ein wichtiger Bestandteil des Betreuungspogramms: Zunächst erhielten die Teilnehmer Videobotschaften von Kindern aus anderen Don Bosco Einrichtungen in Bolivien und Ruanda. Darin beschrieben sie ihren Alltag. Daraufhin produzierten die Regensburger Kinder und Jugendlichen Antwortvideos, die in die Länder verschickt werden sollen.

Ein besonderes Highlight war der Ausflug in das Erfahrungsfeld der Sinne in Nürnberg am letzten Tag. Dort machen rund 100 Stationen auf spielerische Art sie das Zusammenspiel der eigenen Sinne, Phänomene der Physik und die Gesetze der Natur erfahrbar.

Pater Johannes Kaufmann, Mitglied des Provinzialrates der Salesianer Don Boscos, war mit dem Verlauf der Premiere zufrieden: „Es ist großartig zu sehen, wie viel Engagement die Volos in die Gestaltung der Freizeit gesteckt haben und noch viel besser, dass die Kinder derart davon begeistert sind. Ich bin froh, hier dabei gewesen sein zu können.“

Wiederholung ist geplant

Im Feriencamp lernten die Teilnehmer Spiele aus fremden Regionen kennen.
Im Feriencamp lernten die Teilnehmer Spiele aus fremden Regionen kennen.

Gerne hätten die Organisatoren auch mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien zusammengearbeitet. Rebecca Petz bedauert, dass das in diesem Jahr nicht geklappt hat. Für sie steht aber bereits jetzt fest, dass das Holiday Camp keine einmalige Aktion bleiben wird. Für 2018 haben die Organisatoren schon einen festen Zeitraum im Visier, um das Camp zu wiederholen, es soll in der letzten Ferienwoche stattfinden. Ab dem Frühjahr soll dann auch die Anmeldung möglich sein. Für die jungen Veranstalter, es sind in erster Linie Studenten aus verschiedenen Fachbereichen, war es das erste größere Projekt, das sie gemeinsam selbstständig auf die Beine gestellt haben.

Auch die Kinder und Jugendlichen hatten Spaß, wie sie mit ihren selbst gemalten Nachrichten in Form von Twitter-Meldungen verdeutlichten. „1. Tag im Don Bosco Zentrum mit coolen Dudes xD Sind grad auf einer QR-Code Ralley müssen auch schon weiter #coolhier #globalholiday“, lautete eine Rückmeldung. Ein anderer Teilnehmer fasste die Aktion wie folgt zusammen: „lole Wasserschlacht #nochmal #global Holiday“.

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