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Feuerwehr

In Windeseile zum Einsatz

Der Löschzug Winzer erntete für sein schnelles Ausrücken viel Lob. Mit 13 Jugendlichen blickt er in eine gute Zukunft.
Von Daniel Steffen

Hier üben Feuerwehrleute des Löschzugs Winzer den Einsatz mit dem Rettungssatz. Foto: Matthias Burner
Hier üben Feuerwehrleute des Löschzugs Winzer den Einsatz mit dem Rettungssatz. Foto: Matthias Burner

Regensburg.Sogar einen „Olympiasieger“ hat er in seinen eigenen Reihen. Mit Matthias Fichtl stellte der Löschzug Winzer den erfolgreichsten Teilnehmer bei der Zeltlagerolympiade des Landkreises Schwandorf. Als Gruppe holten sich die Winzerer den zweiten Platz. Man habe in Teublitz „kräftig abräumen“ können, bilanzierte Jugendwart Moritz Reisinger hochzufrieden. Im Pfarrsaal Winzer blickte er gemeinsam mit seinen Kameraden vom Löschzug Winzer auf ein bewegtes und erfolgreiches Jahr 2017 zurück.

Klar wurde: Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Denn mit 13 Jugendlichen zählt der Löschzug Winzer den zahlenmäßig größten Nachwuchs bei der Freiweilligen Feuerwehr in Regensburg. Insgesamt widmeten die jungen Floriansjünger im vergangenen Jahr 1577 Stunden ihrer Freizeit, um bei 35 Feuerwehr-Terminen (davon 21 Übungen) dabei zu sein. Für den Löschzug Winzer bedeute dies, dass eine gute Generation für den Einsatzdienst in den kommenden Jahren heranwachse, hieß es.

Auch die „Aktiven“ opferten im Jahr 2017 außerordentlich viel Zeit für den Dienst am Menschen. So rückte der Löschzug insgesamt 53mal zu Einsätzen aus. Laut Johannes Buchhauser, dem Leiter der Berufsfeuerwehr, sei somit die Grenze von dem erreicht, was man ehramtlich tätigen Feuerwehrleuten zumuten könne. Für ihren tatkräftigen Einsatz dankte er den Floriansjünger umso mehr.

Mal rückten die Feuerwehrleute zu Verkehrsunfällen im Stadtgebiet sowie im angrenzenden Landkreis aus, mal waren sie bei Unwetterschäden und Bränden im Einsatz. Deutlich ins Gewicht fielen auch die Evakuierungseinsätze bei Bombenfunden, vor allem im Dörnberg-Areal.

Denis Bachmeier (r.) ist „Aktiver des Jahres“ im Löschzug Winzer.
Denis Bachmeier (r.) ist „Aktiver des Jahres“ im Löschzug Winzer.

Wie Löschzugführer Martin Kiesl betonte, rückten zu den Einsätzen im Schnitt 13 Feuerwehrleute aus Winzer aus. Für das Ausrücken benötigen sie durchschnittlich vier Minuten. Das sei ein „herausragender Wert“, lobte Kiesl. Der Top-Wert erkläre sich vor allem dadurch, dass Winzer „ein Straßendorf“ sei und „viele Feuerwehrmänner in der Nähe des Gerätehauses wohnen“. Insbesondere die ortsansässigen Gemüsebauern seien eine Garantie dafür, dass man in Winzer „tagesalarmsicher“ sei und ausreichend Kräfte zur Verfügung habe.

Als einen „Meilenstein“ in der Geschichte des Löschzugs Winzer bezeichnete Kiesl die Fertigstellung des Gerätehaus-Anbaus. Seit Mai 2017 stünden dem Löschzug somit zwei zusätzliche LKW-Stehplätze zur Verfügung. Der feierlichen Einweihung wohnten damals rund 300 Gäste bei, darunter mehrere Abordnungen von Feuerwehren aus der Stadt und dem Landkreis. Die Kosten für die Baumaßnahme beliefen sich auf etwa 560 000 Euro. Einen entscheidenden Vorteil bietet die neue Fahrzeughalle dadurch, dass sie frontal zur Nürnberger Straße ausgerichtet ist. Dies bedeutet, dass die Fahrzeuge nun noch schneller ausrücken können. Ferner stattete der Bund die Winzerer mit einem neuen Löschfahrzeug aus. Seit August steht das Fahrzeug sowohl für kommunale Feuerwehraufgaben als auch für überörtliche Katastropheneinsätze zur Verfügung. Kiesl wähnte es an der Donau als „richtig platziert“.

Als Ehrengäste waren neben Buchhauser auch Dr. Thomas Burger (in Vertretung für Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer), Stadtbrandrat Johann Schmidbauer und Pfarrer Nikolaus Grüner anwesend. Burger lobte die „tolle Leistungsbilanz“ des Löschzugs und sicherte den Winzerern für dieses Jahr ein neues Tanklöschfahrzug zu. Gemäß Investitionsprogramm seien die städtischen Mittel dafür bereitgestellt worden, hieß es.

Peter Kiesl verdiente sich das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für 25-jährige aktive Mitgliedschaft. Denis Snaider freute sich über seine Ernennung zum Feuerwehrmann. Pfarrer Grüner hatte für die Winzerer Feuerwehrleute ebenfalls positive Worte über: Er freue sich, dass es in der Gesellschaft immer noch Menschen gebe, „die nicht nur auf sich schauen, sondern auch den Dienst Nächsten für wertvoll erachten“.

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„Aktiver“ des Jahres

  • Zum „Aktiven des Jahres“

    krönte der Löschzug Winzer Denis Bachmeier. Der 29-jährige Löschmeister war 2017 bei 39 Alarmierungen und Pflichtübungen aktiv.

  • Bei der Ermittlung dieser Zahl

    werden auch mehrere Einsätze an einem Tag zu einer Alarmierung zusammengefasst – etwa, wenn die Feuerwehr bei Unwetter zu mehreren Einsatzstellen ausrücken muss.

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