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Eklat

Ironman: „Denkmal gedankenlos verunziert“

Stadtheimatpfleger ist über Platzierung von Toilettenhäuschen entsetzt. „Das wird nicht mehr vorkommen“, sagt Weber.
Von Jürgen Scharf, MZ

Toilettenhäuschen auf dem Platz des Denkmals für die Opfer des Nationalsozialismus – „eine Entgleisung“, sagt der Stadtheimatpfleger. Foto: Chrobak

Regensburg. Stadtheimatpfleger Dr. Werner Chrobak ist entsetzt. Grund ist eine „unschöne Randerscheinung“, wie er es nennt, beim Ironman am Sonntag. Er wollte seinen Augen kaum trauen, als er sah, dass ein Block an mobilen Toilettenhäuschen direkt aufs Gelände des Denkmals für die Opfer des Nationalsozialismus in Stadtamhof gestellt wurde.

„Der Ironman lieferte fast nur schöne Bilder“, sagt Chrobak, „wer allerdings für diese Entgleisung am Fuß der Steinernen Brücke verantwortlich ist, der Frage sollte vielleicht nachgegangen werden, um in Zukunft solches zu verhindern.“ Laut Chrobak sei es ein Unding, „ein Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus derartig gedankenlos zu verunzieren. Das verletzt die Würde der Opfer und stellt der Welterbestadt Regensburg ein schlechtes Zeugnis aus.“ Chrobak mahnt denn auch: „Events sollte nicht alles geopfert werden!“

Sportbürgermeister Gerhard Weber zeigte sich gegenüber der MZ bestürzt: „Da hat Dr. Chrobak natürlich Recht. Das ist eine bedauerliche Panne.“ Weber sagte, dass er den Vorfall den Veranstaltern melden wird, „damit so etwas kommendes Jahr nicht mehr vorkommt“.

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