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Auswärtsspiel

Jahn verliert „hässliches Spiel“

Bei der umkämpften Partie in Braunschweig erwischen die Regensburger „keinen guten Tag“. Nur kurz keimte Hoffnung auf.

Jonas Nietfeld (rechts) und der Jahn streckten sich vergeblich. Foto: Eibner
Jonas Nietfeld (rechts) und der Jahn streckten sich vergeblich. Foto: Eibner

Braunschweig.Jahn-Trainer Achim Beierlorzer fasste es ziemlich treffend zusammen: „In der ersten Hälfte war das eins der hässlichsten Spiele, die ich bisher sehen musste in dieser Zweitliga-Saison“, sagte der Coach des SSV Jahn Regensburg am Sonntagnachmittag nach der 1:2 (0:1)-Niederlage des Fußball-Zweitligisten bei Eintracht Braunschweig.

Viele Zweikämpfe, viele Spielunterbrechungen, kein Spielfluss. Was die 22 Akteure auf dem Platz den 18650 Zuschauern, darunter rund 300 Anhänger aus der Oberpfalz, kredenzten, war wenig ansehnlich. „Meine Mannschaft hat sich leider darauf eingelassen, es war überhaupt nicht unser Ziel mit weiten Bällen nach vorne zu spielen, wir wollten eigentlich kombinieren, unsere Geschwindigkeit auf den Außen ins Spiel setzen. Das ist uns in der ersten Hälfte überhaupt nicht gelungen“, monierte Beierlorzer.

Nach der Pause habe es sein Team zumindest versucht. „Wir waren aber so fehlerhaft unterwegs, dass wir nicht dazu beitragen konnten, dass das ein schönes Zweitliga-Spiel wird“, kritisierte der Regensburger Cheftrainer.

„In der ersten Hälfte war das eins der hässlichsten Spiele, die ich bisher sehen musste in dieser Zweitliga-Saison.“

Achim Beierlorzer

Nach dem Regensburger 2:1 im Hinspiel mit drei Platzverweisen für Braunschweig ging es auch im Rückspiel intensiv und zum Teil auch hart zur Sache. Allein vier Gelbe Karten gab es in der ersten Hälfte – insgesamt acht. „Viele nicklige Geschichten“ machte Beierlorzer aus.

Nach dem 4:3-Heimspektakel gegen Düsseldorf beorderte der Regensburger Trainer zwei frische Akteure in die Startelf. Alexander Nandzik rückte für Marcel Hofrath ins Team. Weil der frischgebackene Vater Philipp Pentke bei seiner Frau Maura Visser, einer niederländischen Handball-Nationalspielerin und Töchterchen Mexie-Sophia in Holland weilte, stand André Weis zwischen den Pfosten.

Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht hatte Glück, dass das Schiedsrichter-Gespann um Referee René Rohde in der 13. Minute nicht mitbekommen hatte, dass Jan Hochscheidt gegen Nandzik nachgetreten hatte. In der 26. Minute war Weis dann ein erstes Mal so richtig gefordert: Gegen Christoffer Nyman parierte der Regensburger Keeper per Fußabwehr glänzend.

Stimmen zur Jahn-Pleite in Braunschweig

Jahn-Chancen fehlen

Der Jahn war um spielerische Lösungen bemüht, es fehlte aber an Durchschlagskraft. „Wir haben es heute einfach nicht geschafft, unser Spiel durchzubringen. Wir haben viele Fehler gemacht und sind nicht zu klaren Torchancen gekommen“, monierte Jahn-Kapitän Marco Grüttner, der in der 33. Minute selbst den ersten Regensburger Warnschuss absetzte.

Braunschweig machte es besser. Der flinke Suleiman Abdullahi sah den mitgelaufenen Nyman, der den Ball zur Eintracht-Führung nur noch über die Linie zu drücken brauchte (36.). Die ungewohnt wackelige Jahn-Defensive präsentierte sich kurz vor der Pause nun alles andere als sattelfest. Die Regensburger hatten Glück, dass Domi Kumbela aus aussichtsreicher Position vorbei zielte (41.). Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gastgeber noch mehr Fahrt auf. Abdullahi fand aber erneut im starken Weis seinen Meister (49.). Nach der folgenden Ecke klärte Jonas Nietfeld auf der Linie und bewahrte die Oberpfälzer vor einem weiteren Gegentreffer.

Die Regensburger Angriffsbemühungen blieben zu harmlos. Sargis Adamyan scheiterte mit seinem Versuch an Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic (57.). Braunschweig gab weiter den Ton an und gewann die entscheidenden Zweikämpfe. Erst schoss Philipp Hofmann noch knapp vorbei (59.), dann war Hochscheidt zur Stelle und markierte das 2:0 (61.). Nach einer Flanke von Abdullahi parierte Weis einen Kopfball von Hofmann noch bravourös, beim Nachschuss von Hochscheidt war der Pentke-Vertreter aber machtlos. „Dem zweiten Gegentreffer ging ein gnadenloser Fehlpass voraus. Das war kein guter Tag meiner Mannschaft“, kritisierte Beierlorzer. Für den Fauxpas zeichnete sich Benedikt Saller verantwortlich, der generell ordentlich Probleme hatte, die flinken Braunschweiger Offensivspieler um Abdullahi in den Griff zu bekommen.

Knoll verwandelt souverän

„Das Spiel müssen wir abhaken. Heute waren so viele Spieler unter ihrem möglichen Niveau. Bei den Toren haben wir entsprechend mitgeholfen und Fehler gemacht“, sagte der Regensburger Trainer. Indem er einen Foulelfmeter sicher verwandelte, sorgte Marvin Knoll dafür, dass doch noch Hoffnung aufkeimte, eine neuerliche Aufholjagd zu krönen (85.). Aber nur ganz kurz. „Wir hätten heute auch noch zwei Stunden spielen können und hätten kein Tor geschossen, wenn wir nicht den Elfmeter bekommen hätten“, fasste es Grüttner ziemlich treffend zusammen.

Braunschweig nimmt Fahrt auf

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