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Fussball

Jahnstadion: Fans packen mit an

Die Anhänger des SSV können sich mit dem Rasen ein Stück Jahn-Geschichte in ihr Zuhause holen. Ab Montag wird die Rasenheizung eingebaut. Die Zeit drängt – schließlich soll der Umbau des Stadions bald beginnen.
Von Sebastian Heinrich, MZ

  • Jahnfan Johannes Treindl (21) war einer der Ersten, der sich ein Stück Jahnstadion mit nach Hause nahm. Er hofft darauf, dass der Rasen bei ihm zu Hause anwächst. Foto: Lex
  • Jahn-Fan und Fußballtrainer Wolfgang Felsberg aus Hainsacker sicherte sich zusammen mit Sohn Lukas und zwei Spielern der Hainsackerer F1-Jugend gestern „ein Stück Fußballgeschichte“. So nannte der regendurchnässte Vollblut-Jahnfan sein Rasen-Souvenir. Foto: Lex

Regensburg. Der Umbau des Jahnstadions geht los. Am Montag beginnen an der Prüfeninger Staße die Arbeiten für eine neue Rasenheizung. Sie ist ein wichtiger Teil der Maßnahmen, die das altehrwürdige Stadion ein letztes Mal zweitligatauglich machen sollen, ehe der Jahn in die neue Arena im Stadtsüden zieht. Für die anderen etwa zwanzig Baumaßnahmen – vor allem an Tribüne, Flutlichtanlage, Medienbereich und Fluchtwegen – hat der Jahn vergangenen Mittwoch einen Bauantrag bei der Stadt eingereicht. Bis Ende Juni soll darüber entschieden sein.

Den Einbau der Rasenheizung hatte der Verein eigens ausgeschrieben, unabhängig von den anderen Maßnahmen. Die Arbeiten übernimmt die Spezialfirma „Garten Moser“ aus Reutlingen, die unter anderem die Rasenheizung im Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern eingebaut hat. Bis 16. Juli sollte die Rasenheizung laut Verein installiert sein. Wer die Kosten für die Heizung zu welchem Anteil trägt, ist noch nicht geklärt. Nach Angaben von Sportbürgermeister Gerhard Weber soll darüber am Donnerstag, 21. Juni, der Verwaltungs- und Finanzausschuss entscheiden. Dann geht der Ball an den Stadtrat. Der Termin für dessen Sitzung steht noch nicht fest.

Neun Fans holten ersteRasenteile

Bevor die Rasenheizung kommt, dürfen sich die Jahn-Fans noch bis Samstag ihr persönliches Stück des alten Rasens sichern. Seit gestern Nachmittag steht den Anhängern ein Teil des Spielfelds zum „Fan-Garteln“ zur Verfügung: Jeder darf sich, ausgerüstet mit einem Spaten, sein Erinnerungsstück aus dem Rasen stechen. Neun Fans nutzten gestern am frühen Abend trotz strömenden Regens die erste Gelegenheit dazu – und gruben eifrig ihr Souvenir aus.

Für alle anderen Baumaßnahmen hat der Verein vergangene Woche den erforderlichen Bauantrag bei der Stadt Regensburg, Eigentümerin des Stadions, eingereicht. Das Amt für Hochbau und Gebäudeservice, das Ordnungsamt, das Umwelt- und Rechtsamt, das Amt für Brand- und Zivilschutz und die Polizei werden ihn prüfen. Laut städtischer Pressestelle sollen sie bis Ende Juni fertig sein. Die Stadtverwaltung verspricht rasche Bearbeitung. Man wisse um die Brisanz und werde den Bauantrag schnellstmöglich beantworten, ließ die Presstelle gestern wissen. Die Verwaltung rechnet damit, dass sie den Antrag schnell genehmigen kann. Schließlich hatte der Jahn das Architekturbüro beauftragt, den Bauantrag so zu gestalten, dass er allen städtischen Auflagen entspricht.

Verein schweigt über Kosten

Nach der Prüfung können die Arbeiten an Tribüne und Umkleidekabinen beginnen. Wie viel die Umbaumaßnahmen abseits des Rasens den SSV Jahn kosten werden, möchte der Verein derzeit nicht sagen. Geschäftsführer Johannes Baumeister bleibt aber bei seiner Einschätzung, dass sie wohl nicht siebenstellig werden. Welchen Anteil hier die Stadt übernimmt, ist auch nicht klar. Bei Sicherheitsmaßnahmen sieht Baumeister aber eher die Stadt als Eigentümerin in der Pflicht. Über die weitere Planung der Baumaßnahmen haben sich Jahn und Stadt gestern Nachmittag unterhalten: Jahn-Geschäftsführer Johannes Baumeister traf sich, wie er es selbst formulierte, zu einem „Abstimmungstreffen“ mit Vertretern der Stadt. In den vergangenen Tagen hatten sich beide Seiten schon mehrmals an einen Tisch gesetzt. Die bisherige Zusammenarbeit stimmt den SSV zuversichtlich, dass der Umbau bis zum Saisonstart fertig wird. „Stand jetzt gehen wir davon aus, dass das klappt“, sagte Baumeister.

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