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Kommentar

Jeder Angriff ist einer zu viel

Ein Kommentar von Julia Ried

Fahrkartenkontrolleure und Busfahrer brauchen ein robustes Nervenkostüm. Das ist wohl den meisten klar, die einen solchen Beruf wählen. Sie treffen auf Menschen in allen Lebenslagen. Und weder staugeplagte Buspendler noch Passagiere, die schwarzfahren – vielleicht, weil sie sehr wenig Geld haben, vielleicht weil sie einfach nicht zahlen wollen – sind naturgemäß besonders gut gelaunt. Trotzdem tun die Regensburger Verkehrsbetriebe gut daran, Angriffe auf ihr Personal nicht einfach hinzunehmen. Schon Beleidigungen sind kein Kavaliersdelikt. Kontrolleure und Fahrer können ihnen im Bus nicht aus dem Weg gehen. Und jeder Angriff ist ein Nadelstich ins Nervenkostüm. Zu viele Nadelstiche machen krank. Das gilt zuallererst für die Betroffenen. Aber auch das Sicherheitsgefühl von unbeteiligten Fahrgästen kann leiden. Umgekehrt richten körperliche Angriffe mehr an als blaue Flecken und Prellungen. Sie verleiden den Opfern den Beruf und können sie psychisch krank machen.

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