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Stadion

Jetzt wächst die Arena in die Höhe

Es tut sich was auf der Baustelle in Oberisling: Seit Mittwoch ragen die ersten Tribünen-Stützen in den Himmel. Die Dimensionen werden immer deutlicher.
Von Norbert Lösch, MZ

  • Unser Luftbild zeigt die Dimensionen des neuen Stadions mit den ersten vier Stützen, die gestern für die Westtribüne aufgerichtet wurden. Foto: Grosser
  • Schwerlastkräne setzen die Stützen auf die Fundamente.
  • Ortstermin auf der Baustelle mit Bauleiter Winfried Weiß, OB Joachim Wolbergs, Karl Eckert, Dr, Christian Keller und Peter Preß (von links) Fotos: Lex

Regensburg.Anpfiff zur zweiten Halbzeit: Mit dem Setzen der ersten sechs Tribünenstützen hat am Mittwoch offiziell der Hochbau für die neue Fußball-Arena in Oberisling begonnen. Jetzt wächst das Stadion für jedermann sichtbar täglich ein Stück mehr aus dem Boden.

18 Meter hoch und fast 30 Tonnen schwer – die vertikalen Stützen haben imposante Dimensionen. Sie sind so groß, dass sie vorwiegend nachts von der Herstellerfirma Universalbeton in Rudolstadt zur Baustelle im Regensburger Süden gekarrt werden. „Nachts bekommt man leichter die Genehmigung für die überlangen Schwertransporte“, nennt Projektleiter Winfried Weiß vom Generalübernehmer BAM Sports den Grund.

Bis zu acht Stützen täglich

Am Mittwochfrüh wurden die ersten Pfeiler angeliefert, am Nachmittag standen sie bereits. Schwerlastkräne setzten die Betonteile punktgenau auf die Bewehrungseisen der Fundamente. Dort werden sie zunächst mit Streben abgestützt und später mit Aussteifungskreuzen aus Stahl fixiert. Bis zu acht Stützen sollen an jedem Arbeitstag aus dem Boden wachsen.

„Jetzt wird für alle sichtbar: Wir bauen tatsächlich ein Stadion“, freute sich OB Joachim Wolbergs, der zusammen mit den Stadion-Verantwortlichen auf städtischer Seite und Vertretern des SSV Jahn mit Sportchef Dr. Christian Keller an der Spitze zu einer Stippvisite auf die Baustelle kam. „Das Stadtoberhaupt stand und steht an der Spitze der Bewegung Profifußball“, machte Wolbergs, bis vor kurzem auch Aufsichtsratsmitglied beim SSV Jahn, deutlich, dass er vorbehaltlos „zu dieser zentralen Infrastrukturmaßnahme auch unter Stadtmarketing-Gesichtspunkten“ steht. Dem Jahn, der mittlerweile eine klare Philosophie samt Nachwuchs-Konzept verfolge, traue er „sicher“ zu, im zweiten Jahr nach dem Umzug in die neue Arena in der 2. Liga zu spielen. Mit dem künftigen Hauptmieter des Stadions verbinde die Stadt ein „ganz enger Schulterschluss“.

„Es passt alles ganz genau“, sagte Bauleiter Winfried Weiß – und meinte damit sowohl die Qualität der Betonteile als auch den Zeitplan. Der Rohbau werde noch in diesem Jahr beendet, in der kalten Jahreszeit soll im dann winterfesten und bereits weitgehend überdachten Stadion der Innenausbau vorangetrieben werden. Die Höhe der jetzt gesetzten Stützen entspreche der späteren Dachhöhe, insofern ließen sich die Dimensionen des Baus immer deutlich erkennen. Der BAM-Projektleiter, der „mit meinen Jungs“ auch schon andere Stadien hochgezogen hat, hat alle Fäden in der meist ruhigen Hand. Mit den größten Aufwand verursache derzeit die Logistik: „Es ist nicht ganz einfach, alle Bauteile zeitgerecht auf die Baustelle zu bringen“, so Weiß.

Speicher für Regenwasser

Auf Hochtouren wird derzeit auch an einem Bauwerk an der Südwest-Ecke des Stadiongeländes gebaut. Auf dem künftigen Wasserspeicher fehlt mittlerweile nur noch die Decke. Das 260 Kubikmeter fassende Reservoir dient später für die Bewässerung des Spielfelds. Es wird mit Regenwasser gespeist, das hauptsächlich über die Tribünendächer abfließt.

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