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Diskussion

Josef-Engert-Preis vor dem Aus?

Der 1964 verstorbene Theologe Engert steht wegen seiner Haltung während der Nazi-Diktatur in der Kritik. Nach ihm ist auch eine Straße benannt.
Von Louisa Knobloch, MZ

Josef Engert ist als Namensgeber eines städtischen Preises und einer Straße in Regensburg in die Kritik geraten. Foto: MZ-Archiv

Regensburg.Zum Stadtfreiheitstag im November wird die Stadt Regensburg in diesem Jahr statt des Professor-Josef-Engert-Preises einen „Preis der Universität“ verleihen. Das bestätigte die städtische Pressestelle auf Nachfrage. Hintergrund sind Medienberichte, die sich mit der Haltung des katholischen Theologen während der Nazi-Diktatur befassen. Engert wird darin als „Antidemokrat und Antisemit“ bezeichnet. Es handle sich um eine „sehr problematische Persönlichkeit“, heißt es auch von Seiten der Stadt. Nach einer gründlichen Recherche solle im Ältestenrat der Stadt über das weitere Vorgehen beraten werden. Sollte die Entscheidung fallen, den Preis abzuschaffen oder umzuwidmen, werde das auch Konsequenzen für die Josef-Engert-Straße haben, die am Sportzentrum der Universität verläuft.

Mit dem Josef-Engert-Preis werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus allen Fachbereichen der Universität Regensburg gewürdigt, die einen Bezug zur Stadt oder Region Regensburg haben. Engert war Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Regensburg und gilt als „Vater“ der Universität Regensburg. Er verstarb 1964.

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