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Neujahrsempfang

Jürgen Huber mit Faschingsorden geehrt

Beim Kolpingwerk sprach Bürgermeister Jürgen Huber über Stadtentwicklung. Er wünscht sich mehr Miteinander in Regensburg.
Von Therese Wimmer

Die Faschingsgesellschaft Lusticania verlieh ihre Orden an Bürgermeister Jürgen Huber und Vertriebsleiter Peter Nußbaumer. Foto: Wimmer
Die Faschingsgesellschaft Lusticania verlieh ihre Orden an Bürgermeister Jürgen Huber und Vertriebsleiter Peter Nußbaumer. Foto: Wimmer

Regensburg.„Frohe Herzen öffnen sich leicht und verstehen einander.“ Diesen Spruch von Adolf Kolping wünschte sich Bürgermeister Jürgen Huber als Motto für die Zusammenarbeit in der Stadt in diesem Jahr. Der Bezirksverband Regensburg des Kolpingwerks hatte zum Neujahrsempfang in die Räume der Brauerei Bischofshof eingeladen. Bezirksvorsitzender Herbert Lorenz begrüßte zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens, mehrere Stadträte sowie das Prinzenpaar Anna I. und Benedikt I. und den Vize-Präsidenten der Faschingsgesellschaft Lusticania, Jürgen H. Poh und Alfred Koppenwallner.

Der Leiter des Vertriebsinnendienstes der Brauerei Bischofshof Peter Nußbaumer stellte seine Räumlichkeiten gerne zur Verfügung. „Bei uns ist ein guter Treffpunkt für Freunde“, sagte Nußbaumer in Anlehnung an den Slogan der Regensburger Brauerei. Die Brauerei Bischofshof wurde im Jahr 1649 gegründet, so dass im April 2019 das Jubiläum 370 Jahre Brauerei Bischofshof gefeiert werden kann.

„Die Klimaerwärmung und eine älter werdende Stadtgesellschaft verlangen mehr Grün und mehr Ruheplätze in der Stadt“

Bürgermeister Jürgen Huber

In seinem Festvortrag zu aktuellen Themen der Stadt erläuterte Bürgermeister Jürgen Huber detailreich die Stadtentwicklung und belegte seine Ausführungen mit vielen Zahlen. Für 2019 sind Einnahmen aus der Einkommenssteuer von 97 Millionen Euro geplant. 2006 hatte Regensburg mit 287 Millionen Euro den höchsten Schuldenstand. Seither wurde dieser auf 170 Millionen und damit auf knapp 60 Prozent des Altbestands reduziert. Angestrebt wird eine weitere Reduzierung auf 100 Millionen Euro. „Und das, obwohl wir kräftig investieren“, führte Huber aus.

Mehr Grün in Regensburg

Der Bau des Museums der Bayerischen Geschichte am Donauufer machte auch die Umgestaltung des Schwanenplatzes notwendig. Huber ging ausführlich auf Maßnahmen zur Umweltverbesserung ein. „Die Klimaerwärmung und eine älter werdende Stadtgesellschaft verlangen mehr Grün und mehr Ruheplätze in der Stadt“ erläuterte Huber. 2018 wurden in der Stadt 200 Bäume gefällt. Neu gepflanzt wurden aber 700.

Bei den Umweltschutzmaßnahmen spielt der Verkehr eine wesentliche Rolle. Der Straßenbau soll zurückgefahren und dafür der ÖPNV-Ausbau vorangebracht werden. Dazu soll die gesamte Busflotte auf abgasfreie, mit Ökostrom getriebene Fahrzeuge umgestellt werden. Die Mobilität in der Stadt soll auch durch den Ausbau von Fahrradwegen verbessert werden. Huber dankte dem Stadtrat für seine Zustimmung zum Bau der Stadtbahn. „Diese erhält eine eigene Trasse und ist damit deutlich schneller als der Individualverkehr. So werden die Menschen gerne auf die Stadtbahn umsteigen“, ist sich Huber sicher.

Regensburg sei erfolgreich und damit extrem attraktiv. Es gebe viele gute, auch gut bezahlte Arbeitsplätze. In dieser Stadt mit circa 167.000 Einwohnern habe man gerade 3,2 Prozent Arbeitslosigkeit und etwa 156 000 Erwerbstätige, davon 122 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Natürlich sind darunter auch viele Pendler aus dem Umland. Viele Zuzüge führen zu einem hohen Bedarf an Wohnraum. „Da der Platz in der Stadt nicht beliebig vermehrbar ist, muss verdichtet und auch in die Höhe gebaut werden“, sagte Huber. Regensburg hat bei Bauvorhaben nun eine Sozialquote von 40 Prozent eingeführt, um Wohnraum erschwinglich zu halten.

Lob für Verwaltung

Der Bürgermeister dankte an dieser Stelle auch den Mitarbeitern der Stadtverwaltung für ihren Einsatz. Bei Besuchen in anderen Kommunen könne er immer wieder feststellen, dass die Stadtverwaltung in Regensburg effizient arbeitet, lobte Huber. In der öffentlichen Diskussion über politische Konzepte wünschte sich Bürgermeister Huber mehr Miteinander. Die Stadtpolitiker sollten öfter den eingangs zitierten Spruch Adolph Kolpings beherzigen.

Solchermaßen auf Harmonie eingestimmt, freuten sich Bürgermeister Huber und Bischofshof-Vertriebsleiter Nußbaumer über die Verleihung des Faschingsordens der Lusticania durch Prinzessin Anna I. und Prinz Benedikt  I..

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