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Jugendfürsorge unterstützt Space Eye

Vier bis fünf Plätze im Kinderzentrum St. Vincent könnten für minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt werden.

Michael Buschheuer (Zweiter von rechts) brachte Schutzmasken ins Kinderzentrum St. Vincent mit.
Michael Buschheuer (Zweiter von rechts) brachte Schutzmasken ins Kinderzentrum St. Vincent mit. Foto: Christine Allgeyer

Regensburg.Space Eye e. V., an dessen Spitze der Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer steht, Partner und Paten. Es geht um die Rettung von Flüchtlingen, die auf den griechischen Inseln in Elend ein unwürdiges Leben führen. Dafür braucht Buschheuer laut einer Pressemitteilung der Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V.(KJF) Unterstützer.

Drei dieser Partner sind die Mitinitiatorin und Leiterin der Fachstelle Weltkirche im Bistum Regensburg, Ruth Aigner, Monsignore Thomas Pinzer, Leiter der Hauptstelle Seelsorge des Bistums Regensburg, und Michael Eibl, Direktor der KJF.

KJF hat Erfahrung mit Flüchtlingen

„Wir wollen diese Aktion, die wir sehr gut finden, unterstützen und treten werbend an unsere Einrichtungen heran. Wir wollen als Türöffner mit einem guten Wort der Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit auftreten. Wir können Mittler sein und deshalb sind wir auch an die Katholische Jugendfürsorge herangetreten, die bereits junge Flüchtlinge aufgenommen hat und konkrete Erfahrungen vorweisen kann“, erklärte Monsignore Thomas Pinzer.

Flüchtlingshilfe

Michael Buschheuer startet Initiative

Der „Sea-Eye“-Gründer möchte vorerst 50 geflohene Menschen in Regensburg unterbringen. Er bittet alle Domstädter um Mithilfe.

„Wir haben seit 2014/2015 ungefähr 250 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge aufgenommen“, so KJF-Direktor Michael Eibl, „zum Beispiel in unserem Kinderzentrum St. Vincent.“ Der Gesamtleiter von St. Vincent, Frank Baumgartner, schildert, wie die jungen Flüchtlinge in die bestehenden Maßnahmen der Einrichtung eingestreut und wie dafür Kapazitäten aufgebaut wurden.

Aufgenommene Flüchtlinge in Ausbildung

Die Hilfen mit Unterbringung und eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung, Sprachkursen und vielem mehr sind nicht auf ein bis zwei Monate ausgelegt, sondern auf längere Zeit, damit die jungen Menschen echte Perspektiven entwickeln können. Von den etwa 60 Jugendlichen, die in Spitzenzeiten in St. Vincent begleitet wurden, sind heute einige in Ausbildung und in betreuten Wohngruppen.

In St. Vincent können ad hoc vier bis fünf Plätze bereitgestellt werden. „Bei einem größeren Bedarf wird die KJF bereit sein“, versichert deren Direktor Michael Eibl, „denn wir halten Strukturen vor, die wieder aktiviert werden können, wenn ein größerer Ansturm kommt.“ Allerdings belaste dieses Vorhalten die KJF erheblich, so Eibl. Insgesamt ist Eibl für Regensburg zuversichtlich. Michael Buschheuers Initiative sei bespielgebend und es schließen sich ehrenamtliche Initiativen und Studierende in Regensburg an.

Aktion

„Nothilfe für Samos“ großer Erfolg

Zahlreiche Regensburger spendeten für Flüchtlinge in Griechenland gespendet. Space-Eye-Gründer Buschheuer ist begeistert.

Auch das Bistum Regensburg unterstützt die Themen Flucht und Migration. Ruth Aigner von der Fachstelle Weltkirche im Bistum Regensburg ist in engem Kontakt mit Michael Buschheuer, vernetzt und unterstützt die Aktion. Sie ist an Michael Buschheuer herangetreten und hat das neue Projekt „zweite Heimat Regensburg“ mit initiiert.

Michael Buschheuer ist weit über Regensburg hinaus bekannt als Seenotretter und Gründer der Hilfsorganisation Sea Eye. Zum Termin in St. Vincent brachte er ca. 9000 MNS-Masken als Spende mit, die dort gut gebraucht werden können.

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