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Umwelt

Junge Klimaschützer protestieren weiter

Die nächste „Fridays for Future“-Demo steigt in Regensburg. Wir haben davor mit den drei Organisatoren gesprochen.
von Gustav Wabra

Schon achtmal demonstrierte „Fridays for Future“ mit verschiedenen Aktionen in der Domstadt. Foto: Wabra
Schon achtmal demonstrierte „Fridays for Future“ mit verschiedenen Aktionen in der Domstadt. Foto: Wabra

Regensburg.In nur wenigen Monaten gingen zusammengerechnet mehr als 10 000 Demonstranten in Regensburg für das Klima auf die Straße. Am Freitag wird diese Zahl bei der mittlerweile neunten Aktion von „Fridays for Future“ noch weiter steigen. Von 11 bis 14 Uhr demonstrieren wieder Hunderte Klimaschützer. Treffpunkt ist auch bei der jetzigen Demonstration wieder der Neupfarrplatz. Von dort werden die Aktivisten zum Pindl-Gymnasium und zum Albertus-Magnus-Gymnasium ziehen.

Eine Woche vor den Schulferien wollen die überwiegend jugendlichen Aktivisten noch mal für ihre acht Forderungen an die Stadt einstehen. Doch auch in den Ferien wollen sie nicht untätig bleiben: Im September steht die nächste Großaktion auf dem Plan.

Regensburg: Fridays for Future demonstriert

Malin Horstmann (21), Raphael Dieter (15) und Jakob Scriver (18) haben die jetzige Aktion zusammen geplant. Beim Gespräch in unserem Medienhaus erklären sie, warum sie manche Reaktionen von Politikern stören und warum ihnen der Umweltschutz auch in der Stadt zu langsam vorangeht.

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Live von der Fridays for Future-Demo

Aktivisten wollen am 5. Juli die Regensburger Altstadt lahmlegen. Unsere Reporter berichten live von den Kundgebungen.

Die Klimaschützer fordern von Stadtrat und Kreistag unter anderem die Anliegen des „Bürgerbegehren Radentscheid“ sofort zu übernehmen, einen deutlich umfangreicheren sowie kosten- und emissionsfreien öffentlichen Nahverkehr und die Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtung auf LED bis Ende 2020. Die Forderungen für Regensburg sind nur ein kleiner Teil der nationalen wie globalen Anliegen der Protestbewegung.

Die Demonstration

  • Start:

    Treffpunkt ist Freitag um 11 Uhr am Neupfarrplatz, von dort aus geht der Demonstrationszug, in Begleitung eines elektronisch betriebenen Lautsprecherwagens, in Richtung Westen.

  • Strecke:

    Die Strecke verläuft über das Jakobstor, beim Bund Naturschutz und Pindl-Gymnasium vorbei, zum Albertus-Magnus-Gymnasium und von dort wieder über die Prüfeninger Straße zurück.

„Wir haben nicht mehr viel Zeit. Es wird zwar einiges in Sachen Klimaschutz getan, aber bei weitem nicht genug“, sagt Raphael Dieter. Wenn die Klimaziele nicht bis in elf Jahren erreicht werden, dann sei der Kampf verloren, ist er sich sicher. Dann wäre Raphael Dieter 26 Jahre alt und die Klimakatastrophe sei unabwendbar. „Es geht schlicht und ergreifend um unsere Zukunft“, sagt er.

Bei Gesprächen mit Politikern haben alle drei das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. „Bei vielen kommt bei Gesprächen dann das Signal: Lasst uns das mal machen, ihr wisst doch gar nicht, wie die Welt funktioniert. Dabei sind sie es, die nicht genug handeln“, sagt Jakob Scriver und auch Malin Horstmann stimmt ihm zu.

Nächste Demo nach den Ferien

„Bei den Entscheidern geht es einfach zu langsam“, sagt die Studentin. „Wir streiken so lange, bis wir gehört werden“, sagen sie unisono. Deswegen werden sie auch in der freien Zeit weiter planen. Nach den Sommerferien stehen schon die nächsten Demos an. Am 20. September wird es wieder eine Großaktion geben. Welche, wollen sie noch nicht verraten.

Bei der letzten Aktion gab es allerdings Kritik. Vor zwei Wochen bildeten die Klimaschützer eine Menschekette um die Altstadt und blockierten so den Verkehr. Vor allem die Geschäftsleute kritisierten die Aktion und beklagten Umsatzverluste. Die jetzige Demonstration werde laut Polizei wieder zu Verkehrsstörungen führen. Allerdings in geringerem Umfang.

Der Streckenverlauf der Demonstrationen umfasst den Bereich Neupfarrplatz - Bismarckplatz - Platz der Einheit - Doktor-Johann-Maier-Straße - Gumpelzhaimerstraße - Hans-Sachs-Straße - Hochweg - Gerlichstraße - Goethestraße - Prüfeninger Straße und führt wieder zurück zum Neupfarrplatz. Im Umfeld dieser Strecke ist mit zum Teil längeren Verkehrssperren zu rechnen.

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