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Kammern werden mit Fragen überhäuft

2000 Anfragen innerhalb von zwei Tagen: Industrie, Handel und Handwerk brauchen Rat. Spezielle Hotlines sind freigeschaltet.
Von Marianne Sperb

Zu fragen rund um die Corona-Krise und den Shutdown: Die IHK hat sieben Experten-Hotlines eingerichtet. Foto: Uli Deck/dpa
Zu fragen rund um die Corona-Krise und den Shutdown: Die IHK hat sieben Experten-Hotlines eingerichtet. Foto: Uli Deck/dpa Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa

Regensburg.Wie regle ich Kurzarbeit? Welche Soforthilfen gibt es? Darf mein Betrieb noch offen haben? Industrie, Handel und Handwerk haben gerade viele Fragen zu Katastrophenfall und Shutdown. Bei der IHK und der Handwerkskammer in Regensburg steht das Telefon nicht mehr still. Die Kammern reagieren.

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Bei der IHK gingen am Montag und Dienstag mehr als 1000 telefonische Anfragen von Gewerbetreibenden zur Corona-Krise ein. „Wir haben die Anfragen thematisch gebündelt und mehrere zentrale Experten-Hotlines eingerichtet, damit wir unseren rund 91 000 Mitgliedsunternehmen zielgerichtet weiterhelfen können“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes. Gefragt waren vor allem Antworten zu Kurzarbeitergeld, zu Betriebsschließungen und zu Einschränkungen in Einzelhandel und der Hotellerie.

Der kurze Draht zu sieben Themen

Für die wichtigsten Fragen der Unternehmen hat die IHK sieben spezielle Telefon-Leitungen freigeschaltet. Die Experten geben Antworten etwa zu Hilfsgeldern und Überbrückungskrediten, zu Export und Logistik, zu Arbeitsrecht, Steuern und Kurzarbeit. Wegen der Flut an Anrufen kann es aber zu Wartezeiten kommen, wird von Seiten der Kammer betont. Unternehmen können ihr Anliegen auch an die zentrale Mailadresse richten. Die Zuschriften werden „umgehend bearbeitet“, hieß es am Mittwoch.

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Auch die Handwerkskammer in Regensburg kann sich vor Anfragen kaum retten. „Von Montag bis Dienstag, 10 Uhr, hatten wir 800 Anrufer“, sagt Andreas Keller, der Leiter des Bereichs Beratung. „Es geht rund. Wir versuchen zu helfen, wo es geht.“

Viele Dienstleister machen einige der aktuellen Auflagen ratlos; sie suchen Antworten, die auch die Handwerkskammer nicht geben kann. Friseure oder Kosmetiker zum Beispiel sind von den Regeln zum Shutdown ausgenommen. „Aber diese Dienstleister tun sich natürlich schwer, den geforderten Mindestabstand einzuhalten“, verdeutlicht Keller. Aktuell würden dazu Abstimmungen im bayerischen Gesundheitsministerium getroffen.

„Bei uns ist alles Hotline“

Andreas Keller

Die Kammer informiert auf ihrer Homepage, spezielle Telefonleitungen sind nicht eingerichtet. „Bei uns ist alles Hotline“, sagt Keller, und verweist auf rund 30 Berater, an die sich Mitglieder direkt wenden.

Hotlines bei der IHK

  • Telefon:

    Sieben Hotlines zu speziellen Themen hat die IHK freigeschaltet. Die Experten sind Montag bis Donnerstag (8 bis 17 Uhr) und Freitag (8 bis 15 Uhr) erreichbar.

  • Online:

    Die Durchwahlnummern und tagesaktuelle Informationen finden sich auf der Homepage www.ihk-regensburg.de/corona. Unternehmen können ihr Anliegen auch an die zentrale Mailadresse corona@regensburg.ihk.de richten.

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