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Regensburg
Samstag, 24. Februar 2018 2

Erziehung

Kampagne will Familien stärken

Elternschaft im Wandel: Eine Aktion des Familienministeriums tourt durch Bayern und gibt Tipps. Erster Stopp war Regensburg.
Von Miriam Wulf

Wie lassen sich Beruf und Familie besser vereinbaren? Experten des Familienministeriums gaben Tipps. Foto: Rainer Jensen/dpa

Regensburg.Einen halben Tag lang drehte sich am Samstag im Leeren Beutel alles um das Thema Familie und Erziehung. Im Rahmen der Kampagne „Stark durch Erziehung“ des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration wurden Vorträge zu verschiedenen Erziehungsfragen gehalten. Interessierte Eltern hatten sich dafür im Vorfeld anmelden können. Die Kampagne tourt durch mehrere bayerische Städte. Regensburg war nun die erste Station und stieß auf großes Interesse, was der volle Saal deutlich zeigte.

Staatssekretär Johannes Hintersberger eröffnete die Veranstaltung und stellte die zentralen Themen und Ziele der Kampagne vor, wie zum Beispiel Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Ein Familienalltag kann manchmal schon ziemlich stressig sein. Aber Sie stehen nicht alleine da“, sagte Hintersberger, der selbst Vater von fünf Kindern ist. Der Ansatz der Erziehungskampagne sei vor allem, nicht von oben herab zu diktieren, sondern den Familien mit Beratung und Unterstützung zur Seite zu stehen. Auf die Frage, was eine starke Erziehung ausmacht, hatte Hintersberger eine klare Antwort: „Liebe, Geborgenheit und Sicherheit, aber auch Freiräume für die Kinder und das Setzen von Grenzen sind wichtig. Genauso wichtig ist es, Gefühle zu zeigen und Streit zuzulassen. Den Umgang mit Konfliktsituationen kann man lernen.“

Auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer richtete einige Worte an die Teilnehmer: „Familie wird immer vielfältiger, existiert in den verschiedensten Formen und ist vor allem da, wo Kinder sind. Diese Kinder sollen stark durch Erziehung werden.“ Sie selbst habe bei der Erziehung ihrer Kinder Hilfe der Regensburger Elterninitiative in Anspruch genommen. „Viele Familien haben keine Wahl, sondern müssen den Alltag mit Haushalt, Beruf, finanziellen Problemen und Erziehung alleine bewältigen. In der Situation ist die regelmäßige Förderung und Unterstützung durch die Familienstützpunkte in den Familienzentren besonders wichtig.“

Die Vortragsreihe hatte die Diplom-Soziologin Regina Neumann damit eröffnet, dass sie zunächst erklärte, was Familienbildung ist. Dr. Barbara Wilhelm von der LMU beschrieb dann den Wandel, den Erziehung und Elternschaft erlebt haben und was Elternsein konkret bedeutet. In weiteren Vorträgen ging es dann um die Erziehung im Zeitalter neuer Medien, was für Kinder getrennter Eltern wichtig ist und wie Eltern den Bildungsweg ihrer Kinder begleiten können.

Während die Eltern den Rednerinnen lauschten, waren ihre Kinder nebenan in der Kinderbetreuung bestens versorgt. Im Anschluss an die Veranstaltung konnte auch der Infomarkt besucht werden, bei dem sich verschiedene Familienstützpunkte aus Stadt und Landkreis vorstellten.

Die Kampagne

  • Unterstützung:

    Alle, die an der Erziehung junger Menschen beteiligt sind, soll die Kampagne „Stark durch Erziehung“ des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration unterstützen und stärken. Staatsministerin Emilia Müller und Staatssekretär Johannes Hintersberger unterstützen die Kampagne.

  • Veranstaltungen:

    In sieben bayerischen Städten und Landkreisen finden Veranstaltungen dazu statt. Wissenschaftliche Mitarbeiter des Deutschen Jugendinstituts und der Ludwig-Maximilians-Universität München berichten in knappen Vorträgen von ihren Erkenntnissen.

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