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Soziales

Karin Seehofer verteilt Busserl

Die Frau des Bayerischen Ministerpräsidenten stattete der Charity-Art-Group in Regensburg einen Besuch ab. Dabei warb sie für das Projekt Urmel.
Von Flora Jädicke, MZ

Karin Seehof (rechts, gemeinsam mit Bürgermeister Joachim Wolbergs) verteilt „Urmel-Busserl“ im DEZ. Foto: Jädicke

Regensburg. Rita Dendorfer ist längst eine Institution wenn es um engagierte Charity-Aktionen geht. Für die aktuelle große Ausstellung der Regensburger Charity-Art-Group im Donau-Einkaufszentrum (DEZ) hat sie sich namhafte Unterstützung geholt. Die Frau des bayerischen Ministerpräsidenten Karin Seehofer stattete der Wohltätigkeitsveranstaltung am Mittwoch in der Halle C des DEZ einen Besuch ab und verteilte „Busserl“.

Die Küsschen waren freilich nur aus Nougat – und nur gegen einen Betrag von sechs Euro zu erhalten. Der Erlös aus der Gemeinschaftsaktion der jährlichen Tombola und Verkaufsausstellung der Charity-Art-Groupund dem Verkauf der „Urmel-Busserl“ geht in diesem Jahr an das Projekt Urmel des Thomas Wiser Hauses, für das Karin Seehofer die Schirmherrschaft übernommen hat. Urmel bietet Schutz, Sicherheit und Förderung für Säuglinge und Kleinkinder aus besonders belastenden oder akut bedrohlichen Lebenssituationen.

Karin Seehofer hatte den Nachmittag bei den Kindern im Thomas Wiser Haus verbracht. „Ich war beeindruckt von „der Herzlichkeit der Kinder“, sagte sie am Abend bei der feierlichen Ausstellungseröffnung mit rund 20 Künstlern im DEZ. „Im Haus ist es wie in einer großen wirklich glücklichen Familie“, so Seehofer weiter. Keines der dort untergebrachten Kinder wirke noch unglücklich.

Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, wurde in dem Grußwort von Karl-Heinz Weiss, Geschäftsführer im Thomas Wiser Haus deutlich: Alle sechs Tage werde in Deutschland ein Kind unter sechs Jahren getötet. 2010 waren es in Bayern 129 Opfer. Im Jahr 2011 wurden bundesweit rund 12400 Fälle von schwerstem Kindesmissbrauch aktenkundig. Auch solche Fälle will das Projekt Urmel künftig aufnehmen, kündigte Weiss an. In einem Modellprojekt soll eine Schutzgruppe entstehen, in denen Mütter von Kindern bis sechs Jahren mitaufgenommen werden - sofern sie ihre Kinder nicht gefährden“, sagte Weiss.

Auch Bürgermeister Wolbergs bestätigte in seinem Grußwort die drastisch steigenden Zahlen gefährdeter Kleinkinder. „Im vergangenen Jahr haben wir so viele Kinder wie nie aus den Familien geholt“, sagte Wolbergs und drückte Karin Seehofer seinen Respekt aus. „Da haben sie sich eine Schirmherrschaft ausgesucht, die nicht gerade ein Kassenschlager ist.“

Ebenso dankte Rita Dendorfer von der Charity-Art-Group der ersten Landesdame sowie den zahlreichen Künstlern und Sponsoren, die auch in diesem Jahr die Ausstellung ermöglichten. Gast-Künstler sind heuer Maria Seidenschwann und Matthias Eckert, die auf einer kleinen Sonderfläche ihre Werke präsentieren.

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