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Altstadt

Karmeliten: Die Ostfassade fällt

Die Denkmalschützer erlauben den Abriss der Rundbögen. Ein Fundament zur Stabilisierung würde die Regensburger Römermauer im Boden beschädigen.
Von Marion Koller, MZ

Muss weichen: der Eingang zum früheren Bavaria-KinoFoto: Lex

Regensburg. Nun wird auch der letzte Teil des früheren Karmeliten-Hotels abgerissen. Ursprünglich sollte die Ostfassade von 1932 mit den drei markanten Rundbögen auf Wunsch des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege erhalten bleiben. Doch zur Stabilisierung der Gebäudemauer wäre ein vier Meter tief im Boden verankertes Fundament nötig gewesen. Dort aber verläuft die römische Legionsmauer, die auf keinen Fall angetastet werden soll. Armin Frohschammer, Leiter des Bauordnungsamtes, gab diese neuen Erkenntnisse am Dienstagabend im Stadtplanungsausschuss bekannt.

Pressesprecherin Beate Zarges vom Landesamt für Denkmalpflege sagte am Mittwoch zur MZ: „Um das Bodendenkmal zu erhalten, stimmen wir dem Abriss der Kinofassade zu.“ Das Gelände des früheren Hotels Karmeliten ist historisch sehr bedeutsam, weil dort die berühmte Inschriftentafel von der Porta principalis aus dem Jahr 179 nach Christus gefunden wurde. Die Tafel mit dem Gründungsdatum von Castra Regina befindet sich heute im Historischen Museum am Dachauplatz.

Gegenwärtig baut das Immobilienzentrum Regensburg auf dem Gelände hochwertige Wohnungen, die über 5300 Euro pro Quadratmeter kosten werden. Wolfgang Herzog von der Geschäftsleitung kündigte gegenüber der MZ an, die Ostfassade mit den Rundbögen werde in den kommenden Tagen abgerissen. Wie bei den Arbeiten in den vergangenen Wochen werde erneut ein Spezialkran eine Plane „davorhalten“, damit die Gebäudeteile nicht auf der Straße landen.

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