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Verkehr

„Kinderkrankheiten“ bremsen E-Bus aus

Schon am zweiten Tag der Testphase muss der neue Altstadt-Elektrobus am Regensburger Neupfarrplatz abgeschleppt werden.
Von Micha Matthes, MZ

Am Dienstag startete der neue E-Bus in Regensburg in die Testphase.
Am Dienstag startete der neue E-Bus in Regensburg in die Testphase. Foto: Lex

Regensburg.Erst am Dienstag war der „Urbino 8.9 electric“ am Omnibusbetriebshof der RVB feierlich von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, RVB-Hauptgeschäftsführer Bernd-Reinhard Hetzenecker und Betriebsleiter Frank Steinwege – unter den Augen von vielen Journalisten – auf seine Jungfernfahrt geschickt worden. Nun blieb er gleich nach dem ersten Tag der Testphase am Neupfarrplatz in Regensburg liegen und musste von der RFG-Gesellschaft abgeschleppt werden, die für die Wartung aller RVB-Omnibusse zuständig ist.

In dieser Probezeit „geht es vor allem darum, Erfahrungswerte zu sammeln, wie groß die Batterie sein muss, die die Busse haben sollen, die künftig in Regensburg auf Tour gehen“, sagte Hetzenecker bei der Einführung des neuen Gefährts. Bei der Panne am Donnerstag ging dem Midi-Bus der Firma Solaris jedoch nicht der Saft aus. Stattdessen brachte ein Softwarefehler den neuen elektrischen Mini-Bus zum erliegen.

Die Batterie sei bei diesen Bussen zweigeteilt. Zwischen den beiden Batterie-Packs gäbe es eine Leistungskontrolle. Und genau an dieser Stelle hakt es offenbar mit der Software. „Der Fehler führt dazu, dass ein Pack aufgeladen wird und der andere nur partiell“, sagt Hetzenecker. Eine Automatik sorgt dafür, dass das Fahrzeug sofort abschaltet, wenn es einen Ladungsunterschied gibt. „Unterdessen haben wir beide Packs getrennt voneinander wieder aufgeladen. Der Hersteller hat jedoch darum gebeten, nicht wieder auf die Linie zu gehen, bis ein Spezialist da war und die Software in Ordnung gebracht hat.“

Am nächsten Dienstag werde der Spezialist nach Regensburg kommen. Bis dahin wird der E-Bus im Betriebshof in der Markomannenstraße abgestellt. Das Fahrzeug stehe dafür dann aber entsprechend länger zu Verfügung. „Die Verlusttage werden einfach an die Testphase hintendran gehängt.“ Es gäbe nur eine geringe Stückzahl der Busse. „Dass da erst noch Kinderkrankheiten beseitigt werden müssen, war uns von Anfang an klar“, sagt Hetzenecker.

Elektrobus in Regensburg im Einsatz

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