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Kino unter dem Sternenzelt

Unvergessliche Sommerabende will das Cinema-Paradiso-Team sechs Wochen lang bieten: Am 16. Juli ist Auftakt.
Von Michael Scheiner

Kino unter dem Sternenhimmel wird es beim Cinema Paradiso vom 16. Juli bis 30. August geben
Kino unter dem Sternenhimmel wird es beim Cinema Paradiso vom 16. Juli bis 30. August geben Foto: Matthias Brekle

Regensburg.Wenn am 16. Juli das Kino-Spektakel Cinema Paradiso am Unteren Wöhrd beginnt, erklingen keine Fanfaren, sondern die clubtaugliche Musik von Simon Heeger und Christian Vorländer. Zusammen mit Egon Riedel haben die beiden den Soundtrack für die Komödie „Das perfekte Geheimnis“ von Fack-ju-Goethe-Regisseur Bora Dagtekin geschrieben. Dennoch liegt heuer auch eine gewisse Corona-Dissonanz mit den zwischenzeitlich gewohnten Abstandsregeln und Maskenpflicht – bis zum Sitzplatz – über dem beliebten Freiluft-Kinofestival.

Mit dem Tod des großen italienischen Komponisten Ennio Morricone vor wenigen Tagen mischen sich zudem traurige Akkorde in den Openair-Sound. Zusammen mit seinem Sohn Andrea Morricone hat der Schöpfer unvergesslicher Melodien auch die Filmmusik zum nostalgisch-schönen Film „Cinema Paradiso“ von Giuseppe Tronatore geschrieben, nach dem sich das Open Air Kino am Donauufer benannt hat. Dennoch ist der wesentliche Sound, sozusagen der aufbrausende Eröffnungs-Akkord, von der Freude geprägt, dass es überhaupt möglich ist, wieder Kino unter freiem Himmel zu erleben.

Die Abendkasse entfällt

Bis zum 30. August, sechs Wochen lang, präsentieren die Kinos im Andreasstadel einmal mehr ein Openair-Kino, wie es zu Regensburg passt. Gesäumt von Bäumen und bewirtet von Hotel Orphée und Bodega, kann man hier ein ungemein abwechslungsreiches, spannendes und unterhaltsames Kinoprogramm mit großen und kleinen Streifen genießen. Auf dem Programm stehen auch in dieser Saison Publikumslieblinge der Vor-Corona-Zeit und aktuelle Highlights. Die Pforte zum Regensburger Kinoparadies wird täglich um 17 Uhr am beschaulich zwischen Bäumen gelegenen Gelände beim Grieser Steg geöffnet. Dann ist für die kulinarische Verköstigung gesorgt. Die Filmvorführungen beginnen n jeweils um etwa 21 Uhr.

Das Angebot

  • Musik:

    Viele Zuschauer haben sich wieder Musik-Dokus gewünscht. Gezeigt werden Porträts der 2018 verstorbenen Soulikone „Aretha Franklin: Amazing Grace“ (28.7/22.8.) und des Trompeters Miles Davis „Birth of the Cool“ (30.7./16.8.).

  • Karten:

    Karten sind erhältlich online www.kinos-im-andreasstadel.de/ jeweils bei der Uhrzeit.

Wegen der manchmal verrückt anmutenden Corona-Zeit haben die Macher ein Hygienekonzept aufgestellt, welches auf der Homepage einsehbar ist. So gibt es, wie bei anderen Veranstaltern, keine Abendkasse. Karten müssen daher durch die Bank vorher online gebucht werden. Die Kopfhörer werden von den Kinoleuten zu jedem Besucher gebracht und dabei die Karte kontrolliert.

Lokale Filmemacher zu sehen

Neben Publikumsmagneten wie den „Känguru-Chroniken“ (27. Juli und 25. August) und der oscarprämierten Gesellschaftssatire „Parasite“ (31. Juli und 24. August) stehen auch wieder lokale Themen auf dem Programm. Ein Double-Feature mit „Hannas Welt“ und „Silberhochzeit“ präsentiert am Sonntag (19. Juli) Erik Gruns neues Filmschaffen. Außerdem freut sich das Kinoteam auf Gabi Röhrls „Nur die Füße tun mir leid“ (20. Juli), in welchem die Filmemacherin aus der Holledau ihr Reiseglück beim Pilgern mit den Zuschauern teilt. Aber auch der Bericht einer weiteren unglaublichen Expedition darf nicht fehlen. So können die Zuschauer, die einen der 90 Sitzplätze ergattern, bei „Elephant to India“ (2. und 20. August) mit drei Abenteurern aus Österreich auf eine atemberaubende Reise mitten ins Herz Asiens gehen. Das Gefährt ihrer Wahl: die Vespa!

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