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Präsentation

Klettern und Natur schützen

Der Alpenverein hat bei seinem Bergsportler-Tag das aktuelle Programm vorgestellt. Auch Müllvermeidung ist Thema.
Von Martina Groh-Schad

DAV-Vorsitzender Reinhardt Neft (rechts) informierte beim Bergsportler-Tag mit Kollegen über die Aktivitäten des Vereins.  Foto: MGS
DAV-Vorsitzender Reinhardt Neft (rechts) informierte beim Bergsportler-Tag mit Kollegen über die Aktivitäten des Vereins. Foto: MGS

Regensburg.Wenn Lothar Olbrich von seinen Wanderungen berichtet, leuchten seine Augen. „Ich bin nicht darauf aus, Gipfel zu erreichen“, sagt er. „Für mich gilt das Motto: Der Weg ist das Ziel.“ Unterwegs fotografiere er gerne und schätze es, die schöne Natur zu sehen.

Der 67-Jährige hilft beim Bergsportler-Tag der Sektion Regensburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) beim Verkauf von gebrauchter Sportkleidung und Ausrüstung, die er im Kletterzentrum anbietet. 20 Prozent des Erlöses fließt in die Arbeit der zahlreichen Gruppen. Wie zum Beispiel dem Naturschutzteam, das an einem Stand vorstellt, wie man Plastikmüll sparen kann. „Wir wollen das Bewusstsein für die Natur und für ihren Schutz wecken“, erklärt Cora Gieße. Immer wieder zeigt sie daher den Besuchern, mit welchen Hilfsmitteln sie ihre Outdoor-Sportausrüstung reparieren können, wenn sie beschädigt ist. „Der beste Ressourcenschutz ist, wenn man nichts Neues kauft“, erklärt sie.

Klettern im Kindergartenalter

Draußen im Freien warten vor der Kletterwand derweil viele Kinder. Heute dürfen auch die Kleinen ausprobieren, wie es sich – mit Gurten gesichert – anfühlt, in die Höhe zu steigen. „Für Kinder bieten wir ab vier Jahren Kletterkurse an“, sagt Reinhardt Neft, Vorsitzender des DAV Regensburg. Während der Nachwuchs nach oben steigt, können sich die Eltern schon mal über das Sortiment der Outdoor-Läden informieren, die sich beim Bergsport-Tag präsentieren. Auch die Bergwacht ist mit einem Stand vertreten und stellt ihre Arbeit vor. Wer will, kann natürlich auch selber klettern, staunende Blicke der Besucher inklusive.

Einmal im Jahr öffnet der DAV im Kletterzentrum seine Türen für alle Interessierten, um über seine Aktivitäten zu berichten. „Die Zahl unserer Mitglieder ist stark angestiegen“, sagt Neft. Inzwischen zähle die Sektion 17000 Mitglieder. „Das Schöne bei uns ist, dass wir für jedes Alter ein Angebot haben. Bei uns macht es die Breite und die Vielfalt des Naturerlebens.“

Vom Touren gehen, Wintersport, Wandern über das Mountainbike fahren bis hin zum Klettern, Bouldern oder dem Naturschutz reicht die Palette. Einen regelrechten Boom macht Neft beim Wandern aus, was verstärkt von jungen Leuten nachgefragt wird. „Die Welt wird immer techniklastiger, die jungen Leute suchen einen Ausgleich“, mutmaßt er. „In die Natur haben wir es nicht weit.“

Eigenes Können getestet

Auch Mountainbike fahren, ist beliebt. In den Sommermonaten treffen sich Mitglieder von 12 bis etwa 65 Jahren einmal pro Woche für Touren. „Wir sind bis zu 50 Leute“, sagt die Leiterin Bianca Wastl. „Wenn man in der Natur unterwegs ist, bekommt man den Kopf frei“, sagt sie. Ihr Stellvertreter Andreas Hubert ergänzt: „Es ist eine sportliche Herausforderung. Man kann sich mit Gleichgesinnten messen.“ Beim Bergsport-Tag haben Interessierte die Möglichkeit, auf einem Parcours ihr Können zu testen. Die Saison ist für die meisten Radsportler zwar fast vorbei, aber beim DAV finden viele von ihnen eine Alternative für den Winter. „Ich gehe auch gerne zum Langlaufen“, sagt Wastl.

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