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Mahnwache

Klimaschützer haben langen Atem

Am Haidplatz steht der Dialog mit Passanten im Fokus. Bis Samstagmittag sind dort die „Friday-for-Future“-Akteure präsent.
Von Daniel Steffen

Regensburg.„Der Klimawandel hört nicht auf. Deshalb wollen wir dieses Mal rund um die Uhr präsent sein und zeigen, dass etwas falsch läuft in der Politik – und zwar auf nahezu allen Ebenen“, sagen Laura Wanninger und Micha Sörgl. Die 18-jährige Abiturientin und der 20-jährige Student sind nimmermüde, was den Kampf gegen den Klimawandel betrifft und machen das aktuell auch auf dem Haidplatz deutlich. Bis Samstag um 12.05 Uhr setzt sich dort die 24-stündige Mahnwache der Friday-for-Future-Bewegung fort – und die beiden haben die Versammlungsleitung inne. „Es wird immer noch sehr wenig gegen den Klimawandel gemacht“, ärgert sich Wanninger. Deswegen mache sie noch so lange weiter, bis die Klimakrise aufgehalten werde. „Und wenn das noch Jahre dauern sollte“, sagte sie entschlossen.

Protest

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Die „Fridays for Future“-Anhänger wollen für 24 Stunden am Haidplatz demonstrieren – und musizieren. Das könnte laut werden.

Es ist bereits „Fünf nach zwölf“

Rund 40 Jugendliche waren zum Auftakt der Aktion am Freitagmittag mit von der Partie. Themen, die sie mit interessierten Passanten zu besprechen hat, gibt es reichlich: Vom sofortigen Kohlestopp, eines der zentralen Anliegen der Bewegung, über Massentierhaltung und Veganismus bis hin zum allgemeinen Konsumverhalten der Menschen finden sich zahlreiche Gesprächsinhalte, über die Jugendliche gern diskutieren. Denn das steht bei der Mahnwache im Vordergrund: Statt laut zu demonstrieren, hat dieses Mal der Dialog Priorität.

Umfangreiches Infomaterial zu relevanten Themen liegt zur Mitnahme aus. Sowohl der Beginn als auch das Ende der Veranstaltung sind mit 12.05 Uhr bewusst gewählt worden, denn „Fünf nach zwölf“ ist es nach Auffassung der Klimaschützer bereits. Ganz aktuell mache sich das am Baumsterben und an der Wasserknappheit auch in Deutschland bemerkbar, sind sich die Aktivisten sicher.

Weitere Angebote

  • Vortrag:

    Im weiteren Programmangebot sind ein Vortrag zum Thema Klimawandelleugnung sowie Entspannungsmöglichkeiten bei Meditation und Yoga.

  • Musik:

    Auch hat sich die Friday-for-Future-Bewegung vorgenommen, am Haidplatz gemeinsam zu musizieren. Deswegen wurden die Teilnehmer im Vorfeld dazu aufgerufen, die Gitarre, Flöte, Ukulele oder auch die Geige mitzunehmen.

Redebeiträge und Workshops

Auch mit diversen Redebeiträgen wollen sie die Bevölkerung im Rahmen der Mahnwache wachrütteln. So trat am Freitagnachmittag zum Beispiel die 18-jährige Maresa Salvermoser in Aktion: Sie prangerte unter anderem das Wegwerfen von Abfällen an. „Es liegt in Regensburg unheimlich viel Müll herum“, ärgert sie sich. Allein, wie viele Zigarettenstummel herumliegen, sei „nicht normal“. Deswegen forderte sie die Zuhörer auf, die Kippen in den nächsten Mülleimer zu werfen oder ein kleines Glas bei sich zu führen. Auch deshalb, weil ein Zigarettenstummel an die 40 Liter Grundwasser verschmutze, argumentierte sie. Abgerundet wurde das Programm durch Workshops zum Thema „Argumente widerlegen – Fridays-for-Future-Skeptikern richtig antworten“.

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