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Klosteranlage St. Klara geht an Meistbietenden

Die Stadt Regensburg verkauft das denkmalgeschützte Ensemble in der Ostengasse gegen Vorlage eines Nutzungskonzepts.
Von hans scherrer, MZ

Die Stadt will die Klosteranlage St. Klara an einen privaten Investor veräußern. Foto: hs

regensburg. Es ist fraglos ein Filetstück, von dem sich die Stadt Regensburg jetzt trennt. Und entsprechend groß ist auch das Interesse aufseiten der Investoren. „Wir haben schon eine Vielzahl von Anfragen“, versicherte Gunther Schröder, der Leiter des städtischen Liegenschaftsamts, nachdem am Samstag eine entsprechende Annonce in der MZ veröffentlicht war.

„Die Stadt Regensburg veräußert die ehemalige Klosteranlage St. Klara auf einer Fläche von circa 4000 Quadratmetern gegen Höchstgebot und Vorlage eines Nutzungskonzeptes“, hieß es. Und: „Die Klosteranlage liegt im denkmalgeschützten Ensemble ,Altstadt Regensburg mit Stadtamhof’ und im Sanierungsgebiet ,Ostengasse-Nord’. Die Räumlichkeiten sind teilweise vermietet. Die Gebäudlichkeiten sind sanierungsbedürftig.“

Dass die barocke Klosteranlage St. Klara verkauft nun werden soll, dies hatte der Planungsausschuss des Stadtrates kürzlich in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen. Neben dem Ostkirchlichen Institut, das in dem Gebäudekomplex beherbergt ist, befindet sich dort auch noch die städtische Jugendschutzstelle. „Und noch einige weitere Verwaltungseinrichtungen, die nach dem Verkauf der ehemaligen Klosteranlage in andere Gebäude umziehen werden“, sagt Schröder.

Über etwaige Preisvorstellungen will sich der Chef der städtischen Liegenschaften indes nicht äußern: „Das ist eine schwierige Frage, aber wir haben natürlich schon unsere Wertvorstellungen.“ Auch gebe es noch keine Frist, bis wann der Deal über die Bühne gegangen sein muss, „weil jeder einzelne Investor seine speziellen Überlegungen anstellen wird.“

Und was das geforderte Nutzungskonzept anbelangt, auch da gebe es vonseiten der Stadt keine klaren Präferenzen, da sei sogar eine gewisse Bandbreite möglich.

Allerdings werde sich jeder Investor entsprechende Gedanken machen müssen, da es sich hier doch um ein sehr sensibles Gebäude handle. „Da hat der Denkmalschutz ein gewichtiges Wort mitzureden“, betont Schröder und fügt scherzhaft hinzu, „dass da sicherlich keine Discoflächen oder Ähnliches infrage kommen.“ So sei zwar der Kreativität einiger Raum gegeben, dennoch könne man das Gebäude nicht völlig umgestalten.

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