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Treffen

Kolpingsfamilien feierten Freundschaft

Seit 40 Jahren sind die Vereinigungen aus Regensburg und Brixen eng miteinander in Kontakt. Am Samstag wurde gefeiert.
Von Sarah Höger

Joachim Kerer (l.) und Herbert Lorenz (2.v.l) ehrten Mitglieder, die bereits bei der Patenschaftsgründung vor 40 Jahren Mitglied waren. Foto: Sarah Höger
Joachim Kerer (l.) und Herbert Lorenz (2.v.l) ehrten Mitglieder, die bereits bei der Patenschaftsgründung vor 40 Jahren Mitglied waren. Foto: Sarah Höger

Regensburg.Freundschaften, die mindestens über sieben Jahre hinweg bestehen, halten ewig, sagt man. Die Freundschaft zwischen der Kolpingsfamilie Regensburg und der aus Brixen in Südtirol hält bereits seit 40 Jahren – und hat somit bewiesen, dass diese Patenschaft stabil ist. Am Wochenende feierten die beiden Kolpingsfamilien dieses Jubiläum in Regensburg.

Nach dem offiziellen Empfang im Alten Rathaus am Freitag ging es am Samstag nach Kelheim und weiter nach Weltenburg, bevor am Abend der Festakt im Pfarrsaal von St. Konrad stattfand.

Kulturreferent Unger gratulierte

„Freundschaft ist etwas sehr Wichtiges in unserem Leben. Wenn wir keine Freundschaften mit Anderen pflegen, dann darben wir so dahin. Darum ist es auch wichtig, dass unsere Freundschaften über unseren eigenen Tellerrand hinaus bestehen. Und so freut es mich ganz besonders, dass Ihr auch auf die andere Seite der Alpen geschaut habt und dort unten eine Kolpingsfamilie gefunden habt, die mit Euch Freundschaft geknüpft hat“, so Karl-Dieter Schmidt, Diözesanpräses der Kolpingsfamilien im Bistum Regensburg, als er die Gäste begrüßte.

Kolpingwerk

  • Geschichte:

    Familie, Partnerschaft, Freundschaft: Das sind die Grundpfeiler, auf denen das Kolpingwerk steht und für die es einsteht. Begründet von Adolph Kolping gehört das Kolpingwerk zu den großen Sozialwerken der katholischen Kirche.

  • Gliederung:

    Der Bezirksverband Regensburg im Kolpingwerk besteht aus 27 Kolpingsfamilien in Stadt und Landkreis Regensburg und hat etwa 3000 Mitglieder.

Die Freundschaft und der Familiengedanke standen im Mittelpunkt des Abends: „Für Adolph Kolping ist der Familiengedanke Zeit seines Lebens wichtig gewesen, weil er wusste: Menschen können ohne Familie nicht leben. Wir wissen, unsere Kirche schenkt uns über alle Gebiets-, Nations- und Regionsgrenzen hinaus einen großen Freudengrund: dass wir Familie Gottes sind“, so Kaplan Thomas Kraus, Präses der Kolpingsfamilie St. Konrad Regensburg, in seinem Grußwort.

Während die Kolpingsfamilien aus Regensburg und Brixen seit 1979 verbunden sind, besteht bereits seit einem halben Jahrhundert eine Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Regensburg und Brixen, wie Kulturreferent Klemens Unger betonte, der stellvertretend für die Stadt zum Jubiläum gratulierte: „Wenn man die jahrzehntelange Freundschaft unserer beiden Städte, oder besser gesagt der Menschen aus diesen beiden Städten, anschaut, dann ist das im wahrsten Sinne des Wortes eine Erfolgsgeschichte, was die Brixener und die Regensburger da auf die Beine gestellt haben.“

Auch Joachim Kerer, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Brixen zeigte sich sichtlich stolz angesichts der langanhaltenden Freundschaft zwischen den beiden Domstädten: „Die Patenschaft zwischen unseren Kolpingsfamilien ist gegründet worden, um eine Brücke herzustellen“, so Kerer in seiner Festrede.

„Eine Patenschaft hat den Zweck, das Gemeinsame zu stärken, das Gemeinsame auszubauen, sich gegenseitig zu unterstützen. Es wurde der gemeinsame katholische Glaube sowie die gemeinsame Hoffnung auf ein vereintes Europa zum Grundstein dessen, was diese Brücke wurde und was sie heute noch ist. Eine Brücke des Friedens, über Nationen hinweg, eine wahrlich grenzüberschreitende Brücke.“

Eine Komposition aus Brixen

Zum 40. Geburtstag der Freundschaft durften natürlich auch Geschenke nicht fehlen. So überreichte Kerer stellvertretend für seine Kolpingsfamilie an Herbert Lorenz, den Bezirksvorsitzenden des Kolpingwerks Regensburg, ein Gemälde des Künstlers Harald Kastlunger, welches die Brixener speziell für diesen Anlass in Auftrag gegeben hatten.

Außerdem präsentierte Kerer die Erstaufführung einer knapp vierminütigen Klanginstallation, die seine Schwester, die Komponistin und Preisträgerin Manuela Kerer, extra für diesen Anlass komponiert hatte. Die Regensburger überreichten einen Korb voller Regensburger Schmankerl an die Gäste.

Bevor der Festakt in den geselligen Teil des Abends überging, ehrten Lorenz und Kerer Mitglieder, die schon bei der Gründung der Patenschaft zwischen den beiden Städten vor 40 Jahren in der Kolpingsfamilie dabei waren. Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Jugendblasorchester St. Konrad.

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