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Kommt eine neue Trainingshalle für die Regensburger Leichtathleten?

„Hochleistungssportler, die überregional Erfolge erzielen wollen, brauchen eine ganzjährige Trainingsmöglichkeit.“ Darüber sind sich Bürgermeister Gerhard Weber, DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop und der sportliche Leiter der LG Telis Finanz, Kurt Ring, einig. In Regensburg müssen die Leichtathleten zwischen September und Mai hauptsächlich mit Schulsporthallen vorlieb nehmen. Der Bau einer Trainingshalle am Weinweg ist seit gut 30 Jahren angedacht, aber immer wieder verschoben worden. Im Sportentwicklungsplan, den der Stadtrat vergangenes Jahr beschlossen hat, ist die Maßnahme erst für die Jahre 2016 bis 2020 vorgesehen. Jetzt soll sie vorgezogen werden. Der Sportausschuss beschäftigt sich bei seiner morgigen Sitzung damit.

„Ein Quantensprung“

„Eine Trainingshalle wäre für die Leichtathletik ein Quantensprung“, sagt Bürgermeister Weber. Wenn der Sportausschuss zustimmt, möchte er den Neubau am Weinweg für das Investitionsprogramm 2009 bis 2013 anmelden. Die Verwaltung geht von einem Kostenrahmen zwischen 1,5 und 1,9 Millionen Euro aus, räumt aber ein, dass die Kostenschätzung schwierig sei.

Relativ preisgünstig wird der Neubau, weil das Gelände am Weinweg ohnedies der Stadt gehört, weil die Sanitär- und Umkleideräume der dortigen städtischen Sportanlage mitbenutzt werden könnten und weil eine reine Trainingshalle keine Zuschauertribünen benötigt. Eine voll funktionsfähige Freianlage sei an diesem Standort ohnedies vorhanden.

Dass Schulen möglicherweise neidvoll auf eine Leichtathletik-Trainingshalle schauen könnten, befürchtet der Sportbürgermeister nicht: „Wir haben in den letzten Jahren fast überall neue Turnhallen gebaut.“ Das Goethe-Gymnasium erhalte derzeit eine neue Dreifachturnhalle, und die neue Turnhalle des Albertus-Magnus-Gymnasiums stehe im Konjunktur-Förderprogramm.

Nur Absichtserklärung?

„Hoffentlich ist das nicht nur eine schöne Absichtserklärung der Stadt“, kommentiert der sportliche Leiter der LG Telis Finanz, Kurt Ring, die Pläne, den Hallenbau vorzuziehen. Sein Vorschlag: Bis es so weit ist, sollte die RT-Halle für Trainingszwecke entsprechend hergerichtet werden. Dazu müsste die Rundbahn allerdings einen Kunststoffbelag erhalten, keine Asche-Oberfläche, wie die Stadt plant. Für ein festgeschriebenes Benutzungsrecht über 25 Jahre wäre die LG bereit, die etwa 105000 Euro Mehrkosten selbst aufzubringen. Die Stadt habe diesen Vorschlag bisher abgelehnt. Ring betont: „Ich will keine Konfrontation mit der Stadt, aber eine Kooperation auf Augenhöhe.“

Für DLV-Präsident Prokop wären ganzjährige optimale Trainingsbedingungen für die Regensburger Topathleten fast wichtiger als die Erweiterung der Laufbahnen im Uni-Stadion. Aber die scheint ohnedies nicht mehr aktuell zu sein. „Die Universität sagt, dass es dafür momentan kein Geld gibt“, erläutert Kurt Ring. Er habe deswegen die Stadt gebeten, ihren Anteil an dem Vorhaben für vorrangigere Maßnahmen zu verwenden.

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