MyMz
Anzeige

Auszeichnungen

Kulturpreis geht an Rainer Pawelke

Regensburg ehrt den „Traumfabrikanten“. Kulturförderpreise erhalten Stefan Bircheneder, Jürgen Böhm und Lorenz Kellhuber.

Rainer Pawelke bekommt den Regensburger Kulturpreis 2015.
Rainer Pawelke bekommt den Regensburger Kulturpreis 2015. Foto: Geisenhanslüke

Regensburg.Rainer Pawelke wird für sein Lebenswerk mit dem Regensburger Kulturpreis 2015 geehrt. Die Kulturförderpreise gehen an Stefan Bircheneder, Jürgen Böhm und Lorenz Kellhuber.

In der Begründung für die Vergabe des mit 10 000 Euro dotierten Kulturpreises heißt es: „Rainer Pawelke hat das kulturelle Leben der Stadt durch sein Wirken und sein persönliches Engagement maßgeblich bereichert.“ Der Sportwissenschaftler, Sportpädagogik-Dozent und künstlerische Leiter der „Traumfabrik“ schuf eine Synthese aus Sport, Theater und Musik. Bei Auftritten, Shows und Veranstaltungen im In- und Ausland habe sich die „Traumfabrik“ als Botschafter Regensburgs etabliert. Pawelke setze auch mit der Sportkultur-Akademie im Schulsport und in der Lehrerfortbildung neue Akzente. Als Künstler, Wissenschaftler und Pädagoge gebe er entscheidende Impulse für den Sport und für das Regensburger Kulturleben. Pawelke erhielt eine Reihe von Kunst- und Kulturpreisen. Die Institution „Traumfabrik“ wurde bereits 1993 mit dem Regensburger Kulturpreis geehrt.

Magische Bilder von Bauten des Verfalls

Stefan Bircheneder ist einer der drei Regensburger Kulturförderpreisträger 2015.
Stefan Bircheneder ist einer der drei Regensburger Kulturförderpreisträger 2015. Foto: altrofoto.de

Der Regensburger Maler Stefan Bircheneder setzt sich mit Industriebauten auseinander. Nüchterne Architektur, Bauten des Verfalls, Fabriken: Bircheneder setzt behutsam sein fotografisches Material in Malerei um und erschafft, weit entfernt von bloßer Dokumentation und mit der Detailverliebtheit alter Meister, magische Stimmungen. Bircheneder, 1974 in Vilshofen geboren, leiste einen maßgeblichen Beitrag zur kulturellen Identität Regensburgs. Seit 2009 ist der Künstler, der eine Ausbildung zum Kirchenmaler absolviert hat, in Ausstellungen und auf Messen vertreten. Als Mitinitiator der „Kunstmesse Regensburg“ stärke er Regensburgs Selbstverständnis als Kulturstadt, hieß es.

Beitrag zu zeitgenössischem Kunstverständnis

Jürgen Böhm  ist einer der drei Regensburger Kulturförderpreisträger 2015.
Jürgen Böhm ist einer der drei Regensburger Kulturförderpreisträger 2015. Foto: altrofoto.de

Jürgen Böhm wurde durch Installationen und die Auseinandersetzung mit Neuen Medien bekannt. Nach dem Studium bei Magdalena Jetelová an der Akademie der Bildenden Künste München ist Böhm seit 2010 freischaffend tätig. Im Fokus seiner Arbeit steht das kreative Gestalten seiner Umwelt. Böhm verwendet Video, Fotografie, Licht, verschiedenste Leuchtmittel und elektronische Bauteile für Installationen und Performances, für Filme und fotografische Experimente. Brandaktuelle Themen wie Kommunikation, Überwachung und Identität beschäftigen ihn. Der Künstler, 1976 in Nabburg geboren, leiste durch sein vielseitiges Werk einen wesentlichen Beitrag zu einem zeitgenössischen Kunstverständnis.

Ein Ausnahmetalent des Jazz

Lorenz Kellhuber ist einer der drei Regensburger Kulturförderpreisträger 2015.
Lorenz Kellhuber ist einer der drei Regensburger Kulturförderpreisträger 2015. Foto: Archiv

Seit gut zehn Jahren bereichert Ausnahmetalent Lorenz Kellhuber (25) die Musikszene: in Regensburg wie international. Der Pianist und Komponist gilt als einer der besten und wichtigsten Nachwuchsmusiker in Deutschland. Die dritte CD erschien im Mai 2015, die vierte CD kommt Ende 2015 auf den Markt. Mit elf Jahren wurde Kellhuber als Jungstudent für Violine und Klavier an der HfKM Regensburg aufgenommen, mit nur 16 Jahren wechselte er ans Jazzinstitut Berlin. Sein Können vertiefte er bei den legendären Pianisten Aaron Goldberg und Fred Hersch in New York. Als erster deutscher Musiker siegte er 2014 beim „Parmigiani Montreux Jazz Solo Piano“ und krönte eine lange Liste an Auszeichnungen. Kellhuber setzt sich zudem für die Förderung der lokalen Musikszene ein: Im vierten Semester unterrichtet er an der HfKM im Fachbereich Klavier und Jazzklavier.

Immobilienpreise untersucht

Die Kulturförderpreise sind jeweils mit 2500 Euro dotiert. Den mit 1000 Euro dotierten Universitätspreis 2015 erhält Daniel Schill für seine 2013 verfasste Masterarbeit zum Thema „Auswirkung von Hochwasser und Hochwassergefahr auf Immobilienmärkte in Deutschland“. Schill beschäftigte sich in seiner Arbeit an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Regensburg mit den Auswirkungen von Hochwasser und Hochwassergefahr auf die Immobilienmärkte in Regensburg und Dresden. Seine hervorragende wissenschaftliche Arbeit, so die städtische Pressemitteilung, zeigt auf, dass auf ein Hochwasser häufig ein Rückgang der Grundstücks- und Immobilienpreise folgt, der innerhalb weniger Jahre durch eine Erholung der Preise – zum Teil über den ursprünglichen Wert hinaus – abgelöst wird.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht