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Neubau

Landkreis packt den Bauhof an

Der Spatenstich auf dem Gewerbegebiet bei Unterheising war der Startschuss. Das Großprojekt wird 20 Millionen Euro kosten.
Von Petra Schmid

Die Verantwortlichen beim Spatenstich des Kreisbauhofs Foto: Theresia Luft
Die Verantwortlichen beim Spatenstich des Kreisbauhofs Foto: Theresia Luft

Barbing.Auf dem Reißbrett ist der neue Kreisbauhof des Landkreises Regensburg schon längst fertig. Nun soll er auch in Wirklichkeit angepackt werden. Der erste Schritt zur Realisierung wurde mit dem Spatenstich am Freitagvormittag gemacht. Landrätin Tanja Schweiger, Mintrachings Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank, Barbings Rathauschef Hans Thiel, Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer, Planer und die weiteren Verantwortlichen trugen zum symbolischen Akt des Spatenstichs nicht nur schicke Baustellenhelme, sondern strahlten auch über das ganze Gesicht, weil das große Projekt nun endlich angepackt wird.

Für den neuen Bauhof greift der Landkreis tief in die Tasche. Rund 20 Millionen Euro sind für das Großprojekt veranschlagt. Die Landrätin hob bei ihrer Ansprache hervor, dass man nun sprichwörtlich sagen könne: „Was lange währt, wird endlich gut!“ Man habe sich lange mit der Standortsuche beschäftigt und aus der ehemals grünen Wiese sei ein interkommunales Gewerbegebiet der Gemeinden Barbing und Mintraching entstanden, blickte die Landrätin zurück.

Übungsgebäude für Feuerwehr

Freilich waren unter den Ehrengästen auch etliche Kreisräte vertreten, die das Projekt mit auf den Weg brachten. Dass auch die oberste Feuerwehrführung beim Spatenstich vertreten war, hat einen guten Grund, denn es wird auch ein Gebäude entstehen, das für die Ausbildung der aktiven Feuerwehrler des Landkreises genutzt wird. Der Neubau des Kreisbauhofes bekommt neben einem Verwaltungsgebäude, zwei Betriebshallen, ein Feuerwehr-Übungsgebäude, Schüttgutboxen und drei Salzsilos.

Für das Baugrundstück entschied man sich nach Abwägung vieler Gesichtspunkte. Es liegt optimal, da es gut an das Straßennetz (B8, A3) angeschlossen ist. Dadurch sei gewährleistet, dass die Einsatzbereiche des Kreisbauhofes im gesamten Landkreis zügig und störungsfrei erreicht werden könnten, betonte die Landerätin. Das überplante Grundstück hat eine Fläche von ca. 18500 Quadratmetern, hinzu kommt eine Reservefläche von 11900 Quadratmetern. Damit ist das neue Areal mehr als doppelt so groß, als das der Bauhof am bisherigen Standort in Neutraubling. Dort hatte der Landkreis rund 7500 Quadratmeter zur Verfügung. Der neue Kreisbauhof werde aus drei Hauptbaukörpern bestehen, die unter Ausnutzung des Grundstückszuschnitts so angeordnet seien, dass die Lärmbelastung durch die angrenzenden Straßen möglichst gering ausfalle, hob die Landrätin hervor.

Großzügiges Raumkonzept

In dem zweigeschossigen Verwaltungsgebäude werden künftig das Büro des Platzmeisters, Lagerflächen für Verkehrszeichen und Verbrauchsmaterial, die Haustechnik und Garagen für Transporter untergebracht. Zudem sind Umkleide- und Waschräume für die Mitarbeiter, ein Sozial- und Schulungsraum, ein Bereitschaftsraum und die Büros der Bauhofleitung und der Feuerwehr konzipiert.

Nach den Erdarbeiten zur Vorbereitung des Baufeldes, die im Juli begonnen hatten, und dem Spatenstich wird nun unmittelbar die Umsetzung angepackt. Die Errichtung der Hallen steht als Erstes an und wird sich voraussichtlich bis in die zweite Hälfte des Jahres 2020 erstrecken. Parallel dazu wird im Frühjahr mit dem Verwaltungsgebäude, den Fundamenten für die Silos und den weiteren Gebäuden begonnen. Die Fertigstellung des gesamten Bauhofs ist für den Sommer 2021 geplant.

So sieht der künftige Kreisbauhof aus. Foto: ARGE Gutthann/HIW Architekten
So sieht der künftige Kreisbauhof aus. Foto: ARGE Gutthann/HIW Architekten

Bürgermeister Hans Thiel hob hervor, dass die beiden Gemeinden vorbildlich zusammengearbeitet hätten, er empfinde die Lage des Kreisbauhofs als optimal. Seine Mintrachinger Amtskollegin Angelika Ritt-Frank versicherte, sich freue sich, dass beim Kreisbauhof das Feuerwehrübungshaus untergebracht werde. So hätten die Aktiven kürzere Wege, um zu den Übungen zu kommen, erklärte sie. Mit Schwung griffen die Ehrengäste dann zu den bereitgelegten Spaten und stellten sich zum Erinnerungsschnappschuss auf.

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