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Typisierungsaktion

Lebensretter für Astrid gesucht

Astrid G. leidet an Leukämie. Beim Bavaria-Africa-Festival in Regensburg soll ein Stammzellenspender gefunden werden.

Astrid G. hofft auf einen geeigneten Stammzellenspender. Foto: Isabella Martens
Astrid G. hofft auf einen geeigneten Stammzellenspender. Foto: Isabella Martens

Regensburg.Leukämie – jedes Jahr bekommen rund 13 000 Deutsche diese schockierende Diagnose. Im September 2018 wurde bei der 42-jährigen Astrid G. akute myeloische Leukämie, kurz AML, diagnostiziert. Bei dieser besonders aggressiven Form vermehren sich die Krebszellen in kürzester Zeit. Eine passende Stammzellenspende könnte die erhoffte Rettung bedeuten, erweist sich in diesem Fall aber als besonders schwierig.

Denn die zweifache Mutter ist Deutsch-Nigerianerin – diese ethnische Zusammensetzung erschwert die Suche nach einem sogenannten genetischen Zwilling, sind doch weltweit nur knapp drei Prozent der Spender ethnisch gemischt. Deshalb sucht Astrid G. mit der Unterstützung ihrer Familie und Freunde seit Monaten nach einem geeigneten Spender mit ebenfalls europäisch-westafrikanischen Wurzeln.

Besucher zwischen 17 und 45 Jahren können mitmachen

Am Samstag findet von 11 bis 18.30 Uhr auf dem Festival „Bavaria Africa“ eine Typisierungsaktion statt, die von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) unterstützt wird. Dabei kann sich jeder gesunde Festivalbesucher zwischen 17 und 45 Jahren in die Stammzellspenderdatei der Stiftung AKB aufnehmen lassen. Die Vielfalt der für eine Stammzelltransplantation wichtigen Gewebemerkmale ist so groß, dass auch in diesem großen Netzwerk noch immer für jeden fünften Patienten kein perfekt passender Spender gefunden wird.

Deshalb und weil auch jedes Jahr Menschen aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen aus den Dateien ausscheiden, ist es dringend notwendig, neue potenzielle Stammzellspender zu finden.

Die Nadel im Heuhaufen gesucht

Die Veranstalter des Festivals, Peter Kittel und Salit Huber, versprechen sich viel von der Aktion. „Mit unserem Festival haben wir auch eine soziale Verantwortung. Daher möchten wir uns mit Astrid G. und allen Erkrankten solidarisieren, die auf eine Stammzellenspende angewiesen sind. Vielleicht finden wir in der afrikanischen Community auf dem ‚Bavaria Africa‘ die Nadel im Heuhaufen. Alle sind aufgerufen, sich typisieren zu lassen und so zum potenziellen Lebensretter zu werden“, so Peter Kittel.

Aktion

Freier Eintritt am „Bavaria Africa“

Beim Tag der sozialen Berufe am 7. Juni dürfen Angestellte sozialer Einrichtungen gratis zum Festival auf Schloss Pürkelgut.

Weitere Informationen zu Astrid G. unter www.help-astrid.com sowie unter www.akb.de oder auf www.bavariaafricafestival.de.

Bavaria Africa

  • Termin:

    Vom 7. bis 9. Juni feiert auf Schloss Pürkelgut dieses neue Festival Premiere, das vom Veranstaltungsservice Peter Kittel gemeinsam mit Salit Huber, Black Rose Events, ins Leben gerufen wurde.

  • Thema:

    Bei diesem Festival trifft afrikanisches Lebensgefühl auf bayerische Lebensart. „Bavaria Africa“ spiegelt sowohl die Bandbreite der afrikanischen Kultur als auch bayrische Tradition wider.

  • Kulinarik:

    Neben bayerischen Klassikern wie Bratwürstchen, Sengzelten-Brot oder „z`rissne Sau“ in der Semmel gibt es afrikanische Spezialitäten wie Injera aus Äthiopien, einem gesäuertem Fladenbrot, das mit Fleischragout gegessen wird.

  • Tickets:

    Tickets sind vor Ort erhältlich. Für MZ-Club-Card-Besitzer gibt es 10 Prozent Rabatt auf den regulären Ticketpreis.

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