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Gesundheit

Legionellen an Regensburger Schule

An der Clermont-Ferrand-Mittelschule sind derzeit Duschen und Umkleiden der Sporthalle gesperrt. Unterrichtet wird trotzdem.
Von Louisa Knobloch

An der Clermont-Ferrand-Mittelschule in Regensburg sind Legionellen aufgetreten. Foto: Tino Lex
An der Clermont-Ferrand-Mittelschule in Regensburg sind Legionellen aufgetreten. Foto: Tino Lex

Regensburg.Kurz nach Beginn des neuen Schuljahres ist an der Clermont-Ferrand-Mittelschule in Regensburg ein Befall mit Legionellen aufgetreten. Duschen und Umkleiden der Sporthalle sind derzeit gesperrt, wie Rektor Manfred Lehner auf MZ-Nachfrage bestätigte. Die entsprechenden Räume seien abgeschlossen, die zuständigen Stellen der Stadt Regensburg seien informiert. „Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte ist gewährleistet“, sagte Lehner.

Der Rektor betonte auch, dass der Sportunterricht an der Schule durch den Legionellen-Befall nicht eingeschränkt sei. Die Schülerinnen und Schüler würden sich in entsprechenden Räumen im Schulgebäude umziehen. Lediglich das Duschen nach dem Sportunterricht sei derzeit nicht möglich. „Das Duschverhalten der Schüler hat sich aber in den vergangenen Jahren verändert, die meisten duschen ohnehin Zuhause“, so Lehner.

Häufiger Probleme mit Legionellen

Bei Legionellen handelt es sich um Bakterien, die die sogenannte Legionärskrankheit – eine Form der Lungenentzündung – auslösen können. Legionellen können sich unter für sie günstigen Umgebungen teils explosionsartig vermehren, etwa in Klimaanlagen oder wenig benutzen Wasserleitungen. Im aktuellen Fall könnte die mangelnde Benutzung der Duschen während der Sommerferien zu dem Befall geführt haben. Für Benutzer wird es gefährlich, wenn sie etwa beim Duschen das zerstäubte Wasser einatmen und die Bakterien so in die Lunge gelangen.

An der Clermont-Ferrand-Mittelschule gab es in der Vergangenheit schon öfter Probleme mit Legionellen. Laut Gesundheitsamt wurden die Bakterien dort auch im Mai 2014 und im Juli 2017 nachgewiesen. „Krankheitsfälle, die im Zusammenhang mit den Legionellennachweisen in der Clermont-Ferrand-Schule stehen, sind uns nicht bekannt“, teilte das Gesundheitsamt mit. Auch im aktuellen Fall bestehe keine konkrete Gesundheitsgefahr. Das Wasser entspreche aber hinsichtlich der Legionellen nicht den Anforderungen der Trinkwasserverordnung, weshalb Abhilfemaßnahmen notwendig seien.

Auch Sportvereine sind betroffen

Zu den konkreten Gegenmaßnahmen sowie zur Dauer der Sperrung war am Montag von der Stadt Regensburg keine Auskunft zu bekommen.

Die Sperrung betrifft nicht nur die Schüler, sondern auch zahlreiche Sportvereine, die die Halle abends zum Training nutzen. Diese wurden vom Sportamt der Stadt Regensburg darüber informiert, dass der Sportbetrieb zwar möglich sei, jedoch keine Duschen verfügbar seien. „Wenn eine dringliche Nachfrage besteht, bietet die Stadt Ausweichmöglichkeiten zum Duschen in nahegelegenen Sportanlagen an“, teilte Stadt-Sprecherin Juliane von Roenne-Styra mit.

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