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Kultur

Leseprojekt gibt es auch beim Bäcker

Zum Start von „Regensburg liest ein Buch“ wird es ein Glückskind zum Essen geben. Einige Veranstaltungen suchen noch Hilfe.
Von Daniel Geradtz, MZ

Johanna Röhrl (von links nach rechts), Carola Kupfer, Ulrich Dombrowsky, Christine Lehner und Karin Martin präsentierten am Mittwoch das „Glückskind“ aus dem Dorfbackhaus.
Johanna Röhrl (von links nach rechts), Carola Kupfer, Ulrich Dombrowsky, Christine Lehner und Karin Martin präsentierten am Mittwoch das „Glückskind“ aus dem Dorfbackhaus.Foto: Geradtz

Regensburg.Stolz zeigt Carola Kupfer das Glückskind aus Teig her. „Es ist noch ein grober Prototyp“, sagt sie. Geplant ist, das Gebäck mit einem Gesicht zu verzieren, auch mit einer Puddingfüllung wird noch experimentiert. Anlässlich des Projekts „Regensburg liest ein Buch“ wird das Glückskind in den Filialen des Dorfbackhauses zu kaufen sein.

Ende April fällt der Startschuss der Veranstaltungsreihe. Dann finden über mehrere Monate zum Beispiel Lesungen, Theateraufführungen oder Konzerte statt. Jedes Mal steht der Begriff „Glück“ im Mittelpunkt der Events. Zum zentralen Kick-Off im Verlagshaus der Mittelbayerischen Zeitung reist Autor Steven Uhly an, der aus seinem Roman „Glückskind“ liest. Der Abend wird von einem Programm aus Musikbeiträgen und Sequenzen aus der Literaturverfilmung umrahmt. Die Veranstalter laden interessierte Unterstützer ein, weiterhin neue Eventideen einzubringen. „Wir sind immer noch offen für neue Formate. Die Aktion ist mit dem Start noch nicht geschlossen“, sagt Schriftstellerin Carola Kupfer.

Einige Veranstaltungen wackeln

Derzeit existiert eine Liste von knapp 50 Einzelveranstaltungen. Wie die Organisatoren sagen, sind in dieser Woche täglich vier bis fünf neue Ideen eingereicht worden. Ob aber alle geplanten Darbietungen stattfinden können, steht noch nicht fest. Bei manchen hapert es noch bei den Programmpunkten oder einer geeigneten Location. Um die Lücken zu schließen, fand am Mittwoch ein Koordinierungstreffen statt. Ulrich Dombrowsky, Teil des sieben-köpfigen Organisatorenteams, glaubt, dass man viele der Hürden noch überwinden kann.

Doch auch wenn einige Termine noch wackeln, ist Dombrowsky mit den eingereichten Ideen zufrieden. Der Buchhändler: „Es ist der absolute Hammer. Nicht nur was die Anzahl angeht. Ich bin froh darüber, dass sich das Projekt zu einer so großen Sache entwickelt hat.“

Die Mammutlesung, die für den 3. Mai angesetzt ist, hält er für ein „ambitioniertes Projekt“. Zwischen 18 und 22 Uhr planen die Organisatoren, in der Stadtbücherei Uhlys gesamten Roman vorzulesen. „Entweder brechen wir das ab oder wir lesen weiter vor. Dann geht es aber bis nach Mitternacht“, schätzt Dombrowski.

Die Organisatoren gründen einen Verein

Am 1. April hat sich rund um das Projekt auch ein Verein gegründet. Er trägt den Namen „Regensburg liest“ und soll auch unabhängig von den aktuellen Planungen agieren. Es sei vielmehr eine juristische Entscheidung gewesen, um die organisatorischen Abläufe zu vereinfachen, sagt Carola Kupfer. Bei den wichtigsten Veranstaltungen soll die „Glückswand“ aufgestellt werden. Sie bietet für die Besucher die Möglichkeit, Gedichte, Zeichnungen oder Gedanken zum Thema Glück anzubringen.

Geplante Veranstaltungen

  • Als Medienpartner

    wird unsere Zeitung das Projekt vier Monate lang begleiten. Im Verlagsgebäude wird am 28. April um 19.30 Uhr die Kick-Off-Veranstaltung zu der Aktion „Regensburg liest ein Buch“ stattfinden.

  • In den nachfolgenden

    fünf Ausgaben der MZ beginnt ein Vorabdruck mit den ersten Kapiteln von Glückskind, um die Stadtgesellschaft neugierig auf das Buch zu machen.

  • Den Rest der Geschichte

    gibt es am 3. Mai bei einer Mammut-Lesung in der Stadtbücherei zu hören. Dann geht es genau an der Stelle weiter, an der der Text in der MZ geendet hat. Bis in den späten Abend lesen Promis und Schriftsteller im 20-Minuten-Rhythmus Uhlys Buch bis zum letzten Wort vor.

  • Bis August

    haben die Initiatoren zahlreiche Workshops und Wettbewerbe, Vorträge, Poetry-Slams und Lesungen an ungewöhnlichen Orten geplant.

  • Organisatorisch getragen

    wird das Projekt von der Stadtbücherei , den Buchhandlungen Bücherwurm, Dombrowsky und Bücher Pustet sowie der Autorin Carola Kupfer. Mehrere Sponsoren wurden bereits gewonnen, zwei Verlage unterstützen ebenfalls.

  • Der Autor Steven Uhly

    hat seine Bereitschaft erklärt, zu verschiedenen Lesungen nach Regensburg zu kommen.

  • Außerdem ist beabsichtigt,

    die Verfilmung im Regina-Kino zu zeigen. Zu einem Werkstattgespräch im Anschluss an eine der Vorführungen sollen Regisseur und Hauptdarsteller anreisen.

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