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Politik

Linke benennt Liste für Kommunalwahl

Irmgard Freihoffer tritt als OB-Kandidatin für Regensburg an. Mieten und Nahverkehr sind die zentralen Themen im Wahlkampf.

Die Linke stellte ihre Stadtratsliste für die Wahlen im kommenden Jahr auf. Die Partei nominierte Stadträtin Irmgard Freihoffer (in der Mitte mit Fahne) als OB-Kandidatin. Foto: Herbert Baumgärtner
Die Linke stellte ihre Stadtratsliste für die Wahlen im kommenden Jahr auf. Die Partei nominierte Stadträtin Irmgard Freihoffer (in der Mitte mit Fahne) als OB-Kandidatin. Foto: Herbert Baumgärtner

Regensburg.„Wir freuen uns, mit Irmgard Freihoffer eine erfahrene Stadträtin, die in Umweltinitiativen und in der Gewerkschaft seit vielen Jahren aktiv ist, als OB-Kandidatin nominieren zu können“, teilte Bernhard Ostermeier vom Kreisvorstand der Linken in Regensburg mit. Des Weiteren stellte die Linke eine Stadtratsliste auf. Viele Kandidaten sind gewerkschaftlich eingebunden und in sozialen und Umweltinitiativen aktiv.

Die Stadtratsliste sieht so aus: Nach Irmgard Freihoffer auf Platz 1 kandidiert Lukas Harbauer auf Platz 2. Er arbeitet als Elektriker in einem Regensburger Handwerksbetrieb, ist Mitglied im Chaos Computer Club und als Amateurschauspieler zu sehen. Ihm ist wichtig, dass in der Studentenstadt Regensburg auch junge Menschen Wohnungen finden und Familien gründen können. Die Politikstudentin Sarah Hundt (Platz 3) setzt sich für die Belange von Menschen in Ausbildung ein, vor allem auch für bezahlbaren Wohnraum und faire Bezahlung. Ein wichtiges Thema ist für sie auch der Feminismus.

Lokführer und Schaffnerin kandidieren

Der Lokomotivführer Kevin Helmut Wischki auf Platz 4 fordert deutlich mehr Investitionen für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Regensburg und im Umland und eine beschleunigte Verkehrswende. Zudem engagiert er sich als Jugendvertreter in der Ortsgruppe Regensburg der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Als Beschäftigte der Bahn ist Janina Albrecht (Platz 5), Zugbegleiterin, der öffentliche Nahverkehr ebenfalls ein großes Anliegen. Zudem tritt sie für eine gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen ein.

Claus Hofmann, Schreinermeister und Musiker bei den Ruam, ist ein langjähriges, aktives Mitglied sowohl in der IG Bau als auch bei der globalisierungskritischen Organisation Attac und ehemaliger Betriebsrat. Er war zudem im Kreisvorstand des DGB.

Als weitere Listenkandidaten sind Christa Schmidbauer zu nennen, die sich seit vielen Jahren in der Gewerkschaft (GEW) und als Mitstreiterin bei Aktionen wie z. B. des Verkehrswendebündnisses engagiert, sowie der Gewerkschafter Heinz Stumpe, der ebenfalls beim Bündnis Verkehrswende aktiv ist und den Radentscheid in Regensburg mit organisiert hat.

Cengiz Kaplan vertritt Gastro-Szene

Mit Cengiz Kaplan ist die gastronomische Szene vertreten. Gülfidan Karaman ist Frauenvorsitzende im Alevitischen Verein und setzt sich für mehr Rechte für Frauen in der Gesellschaft sowie bezahlbaren Wohnraum ein. Mit Karl Bierl ist ein weiterer Gewerkschafter (Verdi) und aktives Attac-Mitglied auf der Liste, der sich auch beim Verkehrswendebündnis, beim Bündnis für erneuerbare Energien und Atomausstieg (BüfA) seit Jahren engagiert und auch bei der Initiative „Bezahlbare Wohnungen für Regensburg“.

Irmgard Freihoffer

  • Werdegang:

    Die Lehrerin ist seit 2008 im Stadtrat aktiv. „Sie hat in vielen Ausschüssen soziale und ökologische Themen gesetzt und eine Reihe wichtiger Anträge zum Verkehr und zur Nachhaltigkeit eingebracht“, sagte Bernhard Ostermeier.

  • Ziele:

    Irmgard Freihoffer prangert den Mietenwahnsinn in Regensburg an. Des Weiteren fordert sie ein deutlich höheres Tempo beim Klima- und Umweltschutz.

Irmgard Freihoffer forderte in ihrer Eröffnungsrede, dass die Stadt ein nicht vermehrbares Gut wie Grund und Boden nicht mehr an Investoren veräußern, sondern diesen selbst bebauen solle, zum Beispiel über die Stadtbau. So seien in Zukunft überhöhte Mieten nach Modernisierungen auszuschließen. Als Private sollen nur mehr Genossenschaften zum Zug kommen.

Darüber hinaus verwies sie auf die große Diskrepanz zwischen konkreten politischen Maßnahmen einerseits und den vielen gut gemeinten, aber nicht umgesetzten Absichtserklärungen andererseits. Insbesondere die Verkehrswende, die von der Koalition verschlafen werde, nannte sie als ihren Schwerpunkt. „Wir brauchen dringend eine ökologische Übergangslösung bis zur Einführung einer Stadtbahn in zehn bis 15 Jahren.“

Alles zur Kommunalwahl in Regensburg lesen Sie hier.

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