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Erziehung

Linke fordern Übernahme von Kindergärten

Die Regensburger Linken fordern, dass die Stadt die katholischen Kindergärten übernimmt. Dort würde das Arbeitsrecht zu Einschränkungen führen.

Die Regensburger Stadträte der Linken fordern, dass katholische Kindergärten in die Trägerschaft der Stadt übergehen. Foto: dpa

Regensburg.Die beiden Stadträte der Linken, Irmgard Freihoffer und Richard Spieß, fordern die Stadt Regensburg auf, die Trägerschaft über die katholischen Kindergärten zu übernehmen. Sie mahnen an, dass in den Einrichtungen in katholischer Personalträgerschaft das Kirchenarbeitsrecht gelte. Das würden für die Mitarbeiter „gravierende Einschränkungen“ bedeuten, so die beiden Stadträte in ihrem Antrag, der am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss behandelt wurde. „Die kirchlichen Verbote setzen sich über fundamentale Grundrechte hinweg, die vom Grundgesetz und von Menschenrechtskonventionen garantiert werden“, heißt es im Antrag. Kindergartenmitarbeiter, die geschieden sind und wieder heiraten oder unverheiratet zusammenleben und auch homosexuelle Paare müssen in einer katholischen Einrichtung mit der fristlosen Kündigung rechnen, schreiben Freihoffer und Spieß. Über diese Praxis würde in den katholischen Kindergärten zwar geflissentlich hinweggesehen, im Konfliktfall könnte die Regelung jedoch eine Rolle spielen. Rund 40 Prozent der Regensburger Kindergärten sind in katholischer Trägerschaft. Der Antrag der Linken wurde im Jugendhilfeausschuss am Mittwoch einstimmig abgelehnt.

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